Zuschrift aus Berlin: eine F-35-kritische Stimme

Standard

 

Andreas Sommerfeld äussert Kritik am F-35.

Aus Berlin schreibt uns der Leser Andreas Sommerfeld, der eine andere Meinung zum F-35 hat, eine kritische:

“Grüezi aus dem fernen Berlin, mit grossem Interesse lese ich Ihre Artikel. Klassischer Journalismus ohne Meinungseinfärbung ist selten zu lesen. Das schafft nicht mal die NZZ.

In dem o.g Artikel (gemeint ist der Beitrag “F-35, noch so ein Heuler, red.) fiel mir auf dass die grüne Rätin (gemeint ist Marionna Schlatter, red.) doch recht gut in ihrer Annahme der konstruktiven Fehler des Jets liegt. Bleibt zu hoffen dass die Schweiz den Vertrag nicht unterzeichnet. Der liebe Herr Schuler (gemeint ist Edgar Schuler vom Tages-Anzeiger, red.) hat einfach unrecht mit seiner Annahme, was mich auch dazu veranlasst hat Ihnen zu schreiben. Wie sehr sich Herr Schuler für die F35 einsetzt, könnte den Eindruck erwecken, der Hersteller ist Sponsor seines Verlages. Unabhängig ist der nicht.

Es war mir einfach ein Anliegen, Ihnen meine Gedanken mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüssen, Andreas Sommerfeld, Berlin”

 

Voltaires Regel

Voltaire (1994–1778), frz. Philosoph der Aufklärung, korrespondierte mit König Friedrich dem Grossen, der ihn im Schloss Sanscouci empfing.

“Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.”

Gilt auch für einen Leser wie Herrn Sommerfeld, der seine Meinung pointiert, doch anständig ausspricht.

Sanscoussi: Friedrich II. empfängt Voltaire.