Zeichen der Zuversicht zum Ostermontag

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Die Redaktion dankt Hptm Asg Sabine Herold, ev. Pfarrerin in Wohlen/AG, herzlich für ihr Zeichen der Zuversicht zur Passionszeit. Zeichnung von Deborah Keller.

 

Von Gott zugesprochen

Fürchtet euch nicht!

Seid getrost und unverzagt!

Gott wird euch nicht verlassen.

Seid guten Mutes.

Gott kommt und wird euch helfen.

Fürchtet euch nicht vor denen,

die den Leib töten,

aber die Seele nicht töten können.

Steht auf und fürchtet euch nicht.

 

Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!

 

Fürchte dich nicht!

 

Fürchte dich nicht,

denn ich bin mit dir und will dich segnen.

Fürchte dich nicht vor ihnen,

fürchte den HERRN.

Fürchte dich nicht und verzage nicht,

denn der HERR, dein Gott, ist mit dir.

 

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;

ich habe dich bei deinem Namen gerufen;

du bist mein!

Hab keine Angst und erschrick nicht.

Ich bin bei dir und will dich erretten.

Niemals lasse ich dich im Stich.

Niemals wende ich mich von dir ab.

Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!

 

Fürchte dich nicht. Du hast Gnade bei Gott gefunden.

Ich kenne deinen Namen. Ich kenne dich.

So fürchte dich nun nicht!

© Sabine Herold (18. April 2022)

 

Ermutigung zum Ostermontag                                                                           

Aber der Engel sprach zu den Frauen (Matthäus 28,5-7):

Fürchtet euch nicht! Ich weiss, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern:

Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

 

Die Erscheinung vom Engel des Herrn löst grosse Angst aus.

Die Soldaten, die das Grab bewachen, erschrecken fast zu Tode und werden vor Angst bewusstlos.

Auch die Frauen fürchten sich. Kein Wunder!

 

Doch der Engel des Herrn hat eine Botschaft an die Frauen, ein Wort von Gott, ein Lebenswort.

So wie Gott am ersten Tag der Schöpfung durch sein Wort die Welt ins Dasein rief, wird nun auch durch das Wort Gottes etwas Neues, noch nie Dagewesenes verkündet: die Auferstehung von den Toten.

 

Was sagt der Engel des Herrn?

Fürchtet euch nicht! Ich weiss, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

Zuerst geht der Engel auf die Angst und auf die Sehnsucht der Frauen ein. Er kennt und versteht ihre Suche, ihr Sehnen, ihr Ziel: Jesus, den Gekreuzigten. Allerdings vermissen und suchen sie den toten Jesus.

Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.

Dann zeigt er ihnen die Realität auf: Jesus ist nicht hier. Er ist nicht im Grab, sondern auferstanden. Der Engel erinnert die Frauen daran, dass Jesus dies selbst so vorausgesagt hat.

Kommt und sehtdie Stätte, wo er gelegen hat…

Sie dürfen kommen und nachsehen, sich mit ihren eigenen Augen vom leeren Grab überzeugen. Der Leichnam ist nicht mehr dort, wo er hingelegt wurde. Das Grab ist leer. Hier müssen sie Jesus nicht suchen. Genau dies sollen sie möglichst schnell den anderen Jüngern von Jesus mitteilen und so als Zeuginnen vom leeren Grab zu Botschafterinnen werden: …geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten.

Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen.

Aber es kommt noch besser: Sie sollen nicht nur das leere Grab sehen und die Botschaft des Engels verkündigen, sondern sie werden Jesus selbst mit eigenen Augen sehen, aber nicht den Toten, sondern Jesus, den Auferstandenen, der den Tod überwunden und besiegt hat. Dieser Auferstandene wird ihnen begegnen. Er geht vor ihnen her. Er geht ihnen voran. Er führt sie.

Und der Engel endet mit den Worten: Siehe, ich habe es euch gesagt.

Das ist die frohmachende Lebens-Botschaft von der Auferstehung Jesu.

 

Wie reagieren die Frauen?

Die Angst ist noch nicht ganz weg. Doch zur Angst gesellt sich die Freude.

Und genau so wie es ihnen der Engel gesagt hat, machen sie es auch.

Sie gehen schnell weg vom Grab und laufen los zu den Jüngern, um ihnen alles zu berichten.

Aus ihrem schweren Gang zur Endstation, zum Ort der Hoffnungslosigkeit wurde durch die Begegnung mit dem Engel des Herrn eine ganz andere Rückkehr: zuversichtlich, leichtfüssig, frohgemut…

 

Fürchtet euch nicht!

Wo stecken wir fest in Angst, Trauer, Sorgen und Hoffnungslosigkeit? Wovor fürchten wir uns? Was erhoffen wir? Wen oder was suchen wir? Wonach sehnen wir uns?

Auch in der heutigen Zeit gibt es viele Gründe zu erschrecken, sich zu fürchten und am liebsten die Flucht zu ergreifen. Aber wohin sollen wir denn fliehen mit unserer Angst?

Auch wir brauchen das himmlische «Fürchtet euch nicht!», das in unsere Herzen fällt, das unsere Angst berührt und das die Sehnsucht stillt.

Auch wir brauchen jemanden, der den Überblick über das Chaos und Tohuwabohu der Welt behält, der den Durchblick hat und der uns zutiefst erkennt, versteht und der weiss, was wir wirklich brauchen.

 

Er geht vor euch her.

Auch wir brauchen einen, der uns das Ziel zeigt und den Weg zum Ziel.

Wir brauchen einen,

der uns vorausgeht, der uns Orientierung und Halt gibt.

Wir brauchen einen,

der uns begegnet, der mit uns kommt, der uns begleitet.

Wir brauchen einen,

auf den wir schauen, nach dem wir uns ausrichten können.

 

Wir wollen den Blick auf Jesus richten, der uns auf dem Weg vertrauenden Glaubens vorangegangen ist und uns auch ans Ziel bringt. 

Lasst uns aufsehen auf Jesus… (Hebräer 12,2, Gute Nachricht)

Sabine Herold