“ZAPAD 2021”: Nachtabsprung mit 600 Mann

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Russlands Fallschirmelite, vorne Ilyushin-76.

 

Der militärische Einsatz von Fallschirmspringern wurde erstmals in den 1930er-Jahren von der Roten Armee praktiziert. Luftlandetruppen geniessen auch heute in den russischen Streitkräften eine Sonderstellung. Sie bilden eine eigene Teilstreitkraft. In den jedes Jahr stattfindenden Grossmanövern jeweils eines Militärbezirks gehören umfangreiche Luftlandungen und der sofortige Übergang des gelandeten Verbandes ins Gefecht zu den Höhepunkten.

  • Im Grossmanöver “ZAPAD 2021” sprangen 600 Mann bei schlechtem Wetter mitten in der Nacht ab. Ihr Auftrag war offensiv. Sie landeten in unbekanntem Gelände und gingen dort ohne Zeitverzug zum Angriff über.
  • Das verstärkte Fallschirm-Bataillon war vollständig mit Nachtsichtgeräten ausgerüstet. Aus den Ilyushin-76-Transportmaschinen wurden zudem zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge an Mehrfachfallschirmen abgeworfen.
  • Die Il-76 flogen in einer Höhe von 600–1’000 Metern. Zum Einsatz gelangten 24 Ilyushin-76. Windböen und Kälte erschwerten den Einsatz.  
  • Aus den Flugzeugen sprangen die Fallschirmjäger gleichzeitig aus unterschiedlichen Höhen ab.

Landung in der Nacht.

  • Die Transportflugzeuge wurden von Su-30SM-Kampfjets eskortiert. Auch Helikopter der Typen Mi-8AMTSh und Kamow-50 unterstützten den nächtlichen Absprung.
  • Gesteuert wurde die Luftformation von den Langstrecken-Radarflugzeugen A-50U und Ilyushin-22-SURT.

Elektronische Kriegführung

  • Wie der Generalstab berichtet, wurde in “ZAPAD 2021” auch der Elektronischen Kriegführung (EKF) Bedeutung zugemessen. Gemischte taktische Gruppen waren im Rahmen von Luftverteidigungsmanövern und EKF-Einsätzen am Abfangen von Drohnen beteiligt.
  • Die Gruppen zerstörten Luftziele mit Hilfe der Fliegerabwehrraketen Strela-10MN (Arrow) und der tragbaren Raketensysteme Verba (Willow).