Wien kauft 18 Leonardo-Heli AW169

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Siehe auch > Wien – das von Airbus gebrannte Kind

Der Sieger: Italiens AW169.

  • In Wien sind die Würfel gefallen: Österreich kauft von Italien – in einem Staat-Staat-Vertrag – 18 Mehrzweck-Helikopter AW169.
  • Somit entschied Leonardo das Rennen gegen den amerikanischen Bell 429 und den deutschen Airbus H-145M.

Das Waffenpaket

  • Das Bundesheer investiert insgesamt 300 Millionen Euro. Das Paket umfasst die Heli, SOR, CASEVAC, die Ausrüstung für den Einsatz von Spezialkräften, Luftaufklärung, Selbstschutz und das Waffensystem.
  • Die Waffen sind: Bordkanone 12,7 oder 20 mm, ungelenkte Raketen, mit Laser endphasengesteuerte Lenkwaffen.
  • Zur Beschaffung gehört ein FLIR, ein Forward Looking Infrared, das neben der Luftaufklärung auch für präzisen Waffeninsatz vorgesehen ist. Obligatorisch ist auch der im Heli integrierte Waffenrechner, inkusive Visiervorrichtung.

Der deutsche Mitbewerber: M-145M.

Ersatz für die veralteten Alouette-III

Die 18 Leonardo AW169 ersetzen die 19 SA316/SA 319 Alouette-III aus dem letzten Jahrhundert. Der Zeitplan lautet:

  • April 2021: Abschluss der Verhandlungen. Start der Produktion.
  • Juli 2022: Beginn der Auslieferung. Zulauf der ersten acht Maschinen bis Ende 2022. Ausbildung von Piloten und Technikern beginnt in Italien.
  • Dezember 2023: Bis Ende 2023 werden die letzten Alouette-III ausser Dienst gestellt. Die Bundesluftwaffe stellt erste AW169 in Dienst.
  • Juni 2024: Zulauf der letzten der 18 Leonardo AW169.

Der amerikanische Konkurrent: Bell 429.

Zwölf für den Einsatz, sechs für die Ausbildung

  • Die Luftwaffe stationiert zwölf Heli für den Einsatz auf dem Fliegerhost Aigen im steirischen Ennstal. Sechs AW169 dienen der Piloten-Ausbildung.
  • Für die neue Infrastruktur in Aigen investiert Wien drei Millionen Euro.