Wien: General Brieger geht 2022

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Der angesehene Truppenoffizier Brieger.

  • Aus Österreich kommen zum Bundesheer seit dem Regierungseintritt der Grünen nur noch alarmierende Meldungen. Dem Bundeskanzler Kurz ist die Armee eh egal; und die Grünen tun das Ihrige, dem Militär zu schaden.
  • Es ist tragisch: Die Landesverteidigungsakademie in der Wiener Stiftskaserne bietet hochwertige Ausbildung. Der dreijährige Generalstabskurs gehört in Sachen “Operatives Denken und Handeln” weltweit zum Besten. Nur alle drei Jahre werden in einer anonymen Prüfung aus mehreren 100 Bewerbern die 30 Offiziere selektioniert, die das Privileg erhalten, den Lehrgang zu bestehen.
  • Anderseits wrackt die Politik das Bundesheer immer wieder ab. Nur schon finanziell werden der Armee die Mittel entzogen, derer sie dringend bedarf.

Generalstabschef Robert Brieger

Als seltsame Botschaft kommt die Nachricht: Generalstabschef Robert Brieger wird 2022 in die EU nach Brüssel versetzt. Er soll dort Leiter des Militärstabes werden. Das ist alles andere als ein Aufstieg für Österreichs höchsten Soldaten. Eine EU-Armee ist eine Chimäre. Wenn in Brüssel ein Militärstab Gewicht hat, ist es derjenige der NATO.

Brieger fordert Planungssicherheit, auch finanziell.

  • Der Panzeroffizier Robert Brieger erfreut sich als erfahrener Troupier und hervorragender Generalstabsoffizier im Bundesheer grossen Ansehens.
  • Er bezeichnet die Massenmigration als die „grösste gegenwärtige Bedrohung“ für Österreichs Sicherheit. Er tritt für die Stärkung des Bundesheers ein. Er fordert die Erhöhung des österreichischen Heeresbudgets auf drei Milliarden Euro pro Jahr. Statt Kürzungen verlangt Brieger Investitionen in die Luftraumüberwachung, insbesondere in die Helikopterflotte, in die Mobilität und in den Schutz der Soldaten. Ebenso verlangt er langfristige Budgetgarantien zur Verbesserung der Planung.

8 statt 6 Monate Grundwehrdienst

Wie die Offiziersgesellschaft fordert General Brieger, der Grundwehrdienst sei von sechs auf acht Monate zu verlängern. Früher dauerte der Dienst sogar neun Monate.

Briegers Nachfolger ist noch nicht bestimmt. Ob die Ministerin Klaudia Tanner wieder einen Offizier bestimmt, der im Heer derart respektiert ist wie Brieger? Und einen Generalstabschef, der so kantig, so mutig für seine Soldaten einsteht?

Für drei Milliarden Euro/Jahr. Deutlich weniger, als die Schweizer Armee erhält.