Wieder ein Zeichen der Zuversicht und Stärke!

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Die Redaktion dankt Hptm Asg Sabine Herold, ev. Pfarrerin in Wohlen AG, und der Künstlerin Deborah Keller herzlich für ihr neues Zeichen der Ermutigung.

 

Ein siebenfaches Lob auf Gott 

Jauchzet dem HERRN, alle Welt! 

Ja, Gott, zu dir rufe ich und juble, weil du mein Gott bist. 

Dienet dem HERRN mit Freuden! 

Weil du mir zuerst dienst, Gott, 

will ich mich dir unterstellen, dich verehren 

und dir von Herzen dienen. Dies macht mich froh. 

Kommt vor sein Angesicht mit fröhlichen Liedern! 

Bei dir ist der Ort, wo ich der Wahrheit begegne: 

Du begegnest mir. Ich begegne dir. 

So werde ich ganz. Mein Herz frohlockt. 

Erkennet, dass der HERR Gott ist! 

Ja, in deiner Gegenwart erkenne ich dich – und auch mich selbst. 

Du hast mich gemacht. Du bist Gott. Ich bin es nicht. Gott sei Dank! 

Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; 

Zu dir komme ich. In dein Haus. Zu dem Ort, wo du wohnst. 

Zugleich willst du zu mir kommen und Wohnung in mir nehmen. 

Dafür lobe und preise ich dich. 

Danket ihm! 

DANKE, Gott, für dein Wirken und Sein, 

für dein Leiten und Begleiten, für deine Hilfe und deine Versorgung, 

für deine Liebe und deinen Lebensodem. 

Danke für alles, was von dir kommt! 

Lobet seinen Namen! 

Dein Name ist Leben. In deinem Namen ist Heil. 

Dein Name zeugt von deinem Wesen. 

Dein Name über mir segnet und behütet mich. 

Lobe den HERRN, meine Seele! 

Lobe seinen heiligen Namen! 

AMEN 

© Sabine Herold (5.9.2021) 

 

Dient dem HERRN mit Freuden. 

Kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken… 

Wie bitte? Dienen soll ich? Wie ein Sklave sein, mir einen Dienst auferlegen lassen, zu Willen sein…? 

Wie bitte? Nicht mehr selbst herrschen, nicht mehr andere für mich arbeiten lassen, sondern anderen dienen…? 

Wie bitte? Und all das sogar fröhlich – mit Freude und Jubel? 

Auch das noch! 

Wer bitteschön freut sich schon, wenn er oder sie dienen soll? 

Wer bleibt dabei fröhlich und erfreut durch den Dienst auch andere…? 

Also mal ehrlich: Wer würde sich so etwas freiwillig antun? 

Mir fällt da kaum jemand ein… 

Dieser 100. Psalm ist ein Lob- und Dankpsalm mit Aufforderungs-Charakter. Es wird in diesem Psalm sieben Mal zu etwas aufgefordert: jauchzet, dienet, kommt, erkennt, geht, danket, lobet! 

Beim Dienen denken wir vielleicht zuerst an etwas Niedriges, und dieser Begriff bedeutet auch tatsächlich «Sklave sein». Sklaven gehörten zu biblischen Zeiten zum Alltag. Doch in Jesus Christus ist nicht mehr Sklave oder Freier, sondern alle sind eins… (Galater 3,28). Jesus ist selbst Knecht für uns geworden. Er hat gedient anstatt sich dienen zu lassen (vgl. Matthäus 20,28; Johannes 12,26…) 

Aber hier geht es nicht um irgendeinen Dienst, auch nicht um eine aufgesetzte Fröhlichkeit. 

Hier geht es ums Ganze, um den Einen, der meinen Dienst verDIENT hat, weil er mir zuerst DIENT! 

Wer? JHWH höchstpersönlich. Der HERR: Er ist, der er ist. Er ist da. Er ist bei mir, mit mir. Er ist für mich und für mich da. Er bleibt. Er bleibt mir treu. Er dient mir. Habe ich das eigentlich schon gemerkt? Gott dient. 

Wie dient uns Gott denn? 

Gott dient seinen Menschen, indem er sich als der Lebendige zeigt: in seiner Gegenwart, in seinem Wort, in seinem Wirken – begleitend, ermutigend, erlösend, helfend. Gott erweist sich als vertrauenswürdig und lädt zum Vertrauen in ihn ein. Er sieht und hört, er sieht an und erhört, er tröstet und erfüllt mit Glauben, Hoffnung und Liebe. Gottes Dienen geht jedem menschlichen Dienen voran und findet seinen Höhepunkt im Dienst Jesu (vgl. Philipper 2,5-11). 

Darum: Dient dem HERRN mit Freuden! 

Diesem HERRN, diesem Gott darf ich mit Leib, Seele und Geist dienen, für ihn da sein, für ihn leben, ihm zu Willen sein, ihn verehren, weil er es verDIENT hat. Weil ich aus Dankbarkeit für seinen DIENST an mir gar nicht anders kann, als darauf mit meinem Dienst zu antworten. 

Aus Freude. Und dann jubelt es in mir, denn die Freude kommt wieder zurück und erfüllt das Herz, das Gott loben will. 

Aber es bleibt nicht beim Dienst allein. Wer Gott dient, ist und bleibt immer auf Gott bezogen und wirkt in und aus der Beziehung mit Gott. 

Er oder sie kommt immer wieder vor Gottes Angesicht mit Frohlocken. Hier ist der Kraftort zum Auftanken. Hier die Quelle des Lebens und der Freude. Hier lebt die Seele wieder auf. 

Und dies nicht nur einmal sondern immer wieder und immer wieder von Neuem. Es geht darum, dass ich mich immer wieder auf diesen JHWH einlasse, zu ihm komme, sozusagen zu ihm heimkomme. Ich darf und soll mich Tag für Tag Gott aufmerksam zuwenden, mich an ihn wenden mit dem, was mich beschäftigt. Meine Richtung und Ausrichtung heisst: JHWH! Und er erwartet mich. Er kümmert sich um mich. Er wendet sich mir zu. Er hilft mir weiterzugehen. Vor seinem Angesicht, unter seinem Blick, in seiner Gegenwart, vor seinem Selbst werde ich ganz, werde ich, die ich in Wahrheit bin. Werde ich zu dem, der ich sein soll, als der ich gedacht bin. 

Und wie so oft geschieht dieses «Vor-Gottes-Angesicht-Kommen» nicht heimlich, still und leise, sondern jubelnd, jauchzend, rufend – mit Jauchzen und Jubel, dass es (von mir aus) alle hören können – denn das ist die Wahrheit! 

Also los: Dient dem HERRN mit Freuden. Dient ihm voll Freude! Stellt euch freudig in seinen Dienst und betet ihn voll Freude an! Kommt vor ihn, vor sein Angesicht. Kommt zu ihm, in seine Gegenwart mit Frohlocken, mit Jubel. Lobt ihn mit fröhlichen Liedern, mit lautem Jauchzen. 

(zusammengestellt nach verschiedenen Bibelübersetzungen) 

Sabine Herold