Wie Trump den General Kelly feuerte

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Die drei Marines-Generale, die den Laden zusammenhielten,Öl bis Trump Mattis und Kelly feuerte: Pentagon-Chef Mattis (links), Generalstabschef Dunford (oben), Stabschef Kelly.

“Der Raum, in dem alles geschah”: Das Buch von John Bolton, Trumps Nationalem Sicherheitsberater, erweist sich als Fundgrube für Begebenheiten aus dem Weissen Haus 2017–2021.

Der General des US Marine Corps John Kelly diente Trump als tüchtiger Stabschef. Zusammen mit anderen Marines, mit seinen Kriegskameraden Jim Mattis und Joe Dunford, hielt Kelly den Laden zusammen – bis Mattis und er bei Trump in Ungnade fielen, weil sie gegenüber dem Präsidenten immer wieder Mut bewiesen.

Bolton berichtet wörtlich:

  • Im Oktober 2019 äusserte Kelly, er habe Trump geraten: “Was immer Sie auch tun, stellen Sie keinen Ja-Sager ein, niemanden, der Ihnen nicht die Wahrheit sagt. Denn wenn Sie das tun, dann glaube ich, dass Sie des Amtes enthoben werden.”
  • Mit Kellys Weggang endeten alle wirksamen Bemühungen um die Leitung des Exekutivbüros des Präsidenten. Die interne Kontrolle und die politische Strategieentwicklung waren nie stark gewesen, nun aber verschwanden sie nahezu vollständig.
  • Die Qualität der Personalentscheidungen nahm weiter ab, und das allgemeine Chaos breitete sich aus. Es folgte die erste Ukraine-Krise. Vieles deutet darauf hin, dass Kellys Hypothese völlig richtig war.