Wie Rot-Grün und die GSoA Stimmung machen

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Über einem der acht Aufrufe steht ohne Legende dieses Bild. Was für ein Jet ist das? Deltaflügel + vorne Canards? Rafale, F-35 und F/A-18 haben keine Canards. Am ehesten noch ähnelt das Modell dem Eurofighter, aber auch nur bedingt. Doch Detailtreue war Sache der Armeegegner noch nie.

 

Siehe auch > “Der Bund beschafft keine Doppelstock-Züge von Bombardier.”

 

Ist es Zufall, ist es Absicht, dass die Redaktion in den letzten 36 Stunden denselben Text in Variationen gleich 8 x erhielt? Inhaltlich muss man sie nicht ernst nehmen. Aber eines zeigen sie: Im Kampf der digitalen Medien sind und bleiben die Linken uns Armeebefürwortern überlegen. Dank der Beherrschung der “social media” praktizieren PSG, Marionna Schlatter oder auch “mit liebem Gruss Judith, Jonas, Saskia, Thomas, Nadia, Moritz, Pauline” einen neuen Missbrauch unserer Demokratie:

  • Bevor Bundesrat und Parlament einen für unserer Landesverteidigung zentralen Entscheid fällen, bereitet man die Munition per digitalen Aufruf vor.
  • Sollte der Entscheid zum Missfallen der Linken ausfallen, schiebt man die Munition ins Rohr. Die 100’000 Schweizerinnen und Schweizer, die eine Volksinitiative verlangt, dürften dann auf sicher sein.
  • Nochmals: Digitale Medien tragen zur tektonischen Verschiebung bei, die unser Land derzeit durchmacht. Aber sie werden – um nur ein Beispiel zu nennen – vom VBS sträflich unterschätzt.

Stellvertretend für alle Aufrufe folgen zwei Texte.

 

Variante PSG, ausgerechnet an Koni Alder!

Lieber Herr Alder,
Zu teuer, zu gross und unter ständiger Überwachung der CIA: Amerikanische Kampfjets sind für die Schweiz unbrauchbar. Deshalb haben wir gemeinsam mit unseren Bündnispartner:innen entschieden: Wenn das Verteidigungsdepartement einen Kampfjet aus den USA beschaffen will, lancieren wir eine Initiative, um dies zu verhindern. Dafür suchen wir heute 20’000 Menschen, die bereit sind, je 5 Unterschriften beizutragen. Sind Sie dabei?
Ja, ich bin dabei!

Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 8670 Stimmen hat die Schweiz im Herbst 2020 dem Kauf neuer Kampfjets zugestimmt. Dieses knappe Resultat zeigt den grossen Unmut in der Bevölkerung gegenüber den Milliarden-Ausgaben für neue Luxus-Kampfjets. Das Zufallsresultat ist somit auf keinen Fall ein Blankoscheck für das VBS! Klar ist: Auch knappe Resultate gehören zur Demokratie und müssen akzeptiert werden. Hätte aber die Schweizer Bevölkerung nicht über einen wolkigen und undemokratischen Planungsbeschluss, sondern über die konkrete Beschaffung eines spezifischen Kampfjettypen abgestimmt, wäre das Resultat wohl anders ausgefallen. Gerade die amerikanischen Kampfjettypen stiessen in der Debatte auf viel Ablehnung: Sie sind massiv überdimensioniert und überteuert, sie kosten über die gesamte Lebensdauer bis zu 30 Milliarden und noch dazu sitzt die CIA stets mit im Cockpit. Das kommt für uns nicht in Frage.

Deshalb meine Frage: Sind Sie bereit, 5 Unterschriften beizutragen, wenn wir die Initiative lancieren müssen?

Ja, ich helfe mit!

Das VBS wird voraussichtlich in den kommenden Monaten bekannt geben, welchen Kampfjet sie beschaffen möchten. Dann müssen wir bereit sein.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP

 

Variante GSoA, an “Hallo”

JETZT US-KAMPFJETS STOPPEN
Hallo

Im Herbst 2020 hat die Bevölkerung dem Kauf neuer Kampfjets mit einer hauchdünnen Mehrheit zugestimmt – nur gerade 4258 Stimmen machten den Unterschied. Dieses Resultat zeigte klar: Die Schweizer*innen misstrauen dem geplanten Kaufprojekt stark. Doch ohne mit der Wimper zu zucken, macht das VBS seither weiter mit dem Evaluationsprozess. Unsere Bedenken müssen ernstgenommen werden. Das werden sie aktuell nicht. Der Bundesrat darf auf keinen Fall einen Blankoscheck bei der Beschaffung erhalten.

Im Sommer werden wir nun endlich erfahren, welcher Jet es denn nun sein soll. Wir sind auf der Hut: Falls die Wahl auf einen US-Kampfjet fällt, werden wir eine Volksinitiative lancieren, um den Kauf der Luxus-Kampfjets doch noch zu verhindern. Hilfst du mit?

Ich helfe mit
Angesichts der Corona-Krise hat unsere Gesellschaft klar andere Prioritäten wie die Beschaffung von überteuerten und überdimensionierten Luxuskampfjets. Wir brauchen keine Ferraris in der Luft, sondern mehr Investitionen in eine gute Gesundheitsversorgung, echten Klimaschutz und Massnahmen gegen Arbeitslosigkeit.

Voraussichtlich werden wir die Initiative nach den Sommerferien lancieren. Bis dahin suchen wir 20’000 Leute, die bereit sind, je fünf Unterschriften zu sammeln. Bis du dabei? Dann trage dich jetzt ein. …

Danke für dein Engagement!

Lieber Gruss
Judith, Jonas, Saskia, Thomas, Nadia, Moritz, Pauline

PS: Teile den Aufruf … und hilf uns noch mehr Unterstützende zu finden.