Wer ist Brigadier Johann Gaiswinkler?

Standard

 

2018: Übergabe des Feldzeichens der 6. Gebirgsbrigade an Johann Gaiswinkler.

Im vorangegangen Beitrag beanstandet Brigadier Johann Gaiswinkler den zu starken politischen Einfluss im Bundesheer. Seinen Werdegang beschreibt das Bundesheer tabellarisch.

Siehe auch > Ein mutiger General

Grundwehrdienst sowie

einjährig Freiwilligen Ausbildung:

1980 – 1981 Jägerschule SAALFELDEN/SALZBURG, Landwehrstammregiment 81 SALZBURG als Jäger und Fliegerabwehrsoldat.
Offiziersausbildung 1981 – 1984 an der theresianischen Militärakademie, danach Ausmusterung als Leutnant der Sperrtruppe zur Sperrtruppenschule nach KLAGENFURT. Mit der Absolvierung des Führungslehrganges 3 im Jahre 2010 (Brigadekommandantenkurs) als Lehrgangserster wurden alle erforderlichen Offiziersausbildungen durchgeführt.
Verwendungen im

österreichischen Bundesheer:

1984 – 1988 Zugskommandant Landwehrstammregiment 71, Lehroffizier Panzerabwehr und Fliegerabwehr, Lehroffizier Jäger an der Sperrtruppenschule KLAGENFURT/KÄRNTEN, Ausbildung zum Heeresbergführer.
1988 – 1989 Lehroffizier/Lehrzugskommandant an der Theresianischen Militärakademie, Ausbildung zum Heeresschilehrer.
1989 – 1994 Zugskommandant, Ausbildungsoffizier und Kompaniekommandant (schwere Kompanie) beim Jägerbataillon 26 in SPITTAL a. d. DRAU/KÄRNTEN.
1994 – 2001 Lehroffizier, Kommandant Lehrgruppe sowie Hauptlehroffizier qualifizierte Alpinausbildung an der Jägerschule in SAALFELDEN/SALZBURG.
2001 – 2008 Kommandant Lehrabteilung 3, Hauptlehroffizier Gebirgs- und Winterkampf an der Jägerschule in SAALFELDEN/SALZBURG.
2008 – 2010 Verwendung in der Zentralstelle beim Generalstab in der Kontrollabteilung A als Evaluierer Infanterie (Bereich Sonderausbildungen, entspricht dem ehemaligen Alpininspekteur) in WIEN.
seit 1. Mai 2010 stellvertretender Brigadekommandant der 6.Jägerbrigade(Hochgebirge) in ABSAM/TIROL.
Verwendungen im Ausland: 2005 6 Monate Auslandseinsatz in BOSNIEN als G2 bei EUFOR in der Multinational Taskforce North,
 

 

 

 

 

2007 – 2008 1 Jahr Austauschoffizier an der Gebirgs- und Winterkampfschule der Bundeswehr in MITTENWALD,

2008 mehrere Wochen Projektoffizier für Gebirgs- und Winterkampf in MONTENEGRO,
Geländeeinweisung des CO MnBn DULJE Obstlt GAISWINKLER für BrigGen ZIMMER COM MNTF S im Raum BUKOVA GLAVNA (Süd – KOSOVO) im Oktober 2009  

2009 – 2010 6 Monate Kommandant des Manöverbataillons DULJE der Task Force Süd bei KFOR im KOSOVO,

sowie diverse Ausbildungen in der SCHWEIZ, DEUTSCHLAND, FRANKREICH, ITALIEN und BELGIEN.
Zivile Verwendungen: staatlich geprüften Berg- und Schiführer, Bergführer des Nationalparks HOHE TAUERN, gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Alpinistik, Vorstandsmitglied im Kuratorium für alpine Sicherheit, 1. Vorsitzender der Sektion LIENZ des österreichischen Alpenvereins.
Privatleben: verheiratet mit Birgit GAISWINKLER, 5 Kinder (Kristin 24, Nora 23, Markus 20, Thomas 19, Wolfgang 12), wohnhaft in LIENZ/OSTTIROL
Interessensgebiete: der Berg mit all seinen Erscheinungsformen an sich und die Militärgeschichte mit den Schwerpunkten Antike, 1. und 2. Weltkrieg sowie das aktuelle Geschehen.

 

Seit dem 1. Oktober 2018 trägt die frühere 6. Jägerbrigade den Namen 6. Gebirgsbrigade. Damals berichtete das Bundesheer aus Bludesch:

Im Rahmen eines militärischen Festaktes in der Walgaukaserne, dem Sitz des Jägerbataillons 23, wurde die Fahne des Bataillons symbolisch an den Kommandanten der 6. Gebirgsbrigade übergeben.

Gemäß Ministerweisung wurde mit 1. Oktober 2018 eine neue Struktur angeordnet. Am 1. Oktober 2016 war das Jägerbataillon 23 dem Militärkommando Vorarlberg unterstellt worden. Zwei Jahre später wurde es nun wieder in eine Brigade zurückgeführt.

Fahnenübergabe in Bludesch – alle im Schritt, keiner fiel um.

Die neue Heeresstruktur

Mit der neuen Struktur wird die Anzahl der Dienstbehörden vermindert und die obere operative Führung auf zwei Kommanden – ein Kommando “Streitkräfte” in Graz und ein Kommando “Streitkräftebasis”in Wien – reduziert. Die Streitkräfte haben die Kernaufgabe, alle Einsätze zu führen, zu planen und vorzubereiten.

Dem Kommando Streitkräfte sind im Wesentlichen die neuen Militärkommanden und sechs Brigaden (3., 4., 6., 7., Luftunterstützung und Luftraumüberwachung) unterstellt.

Die Streitkräftebasis unterstützt die Streitkräfte in den Bereichen der Logistik, des Sanitätswesens und der Informations- und Kommunikationstechnologie. Es wird auch den Bereich IKT&Cyberverteidigung abdecken.

Die 6. Gebirgsbrigade

Die 6. Jägerbrigade, erhält ihrem Charakter entsprechend die Bezeichnung “6. Gebirgsbrigade”. Das Kommando und das Stabsbataillon 6 befinden sich in Absam in Tirol. Der Brigade nachgeordnet sind das Jägerbataillon 23 in Vorarlberg, das Jägerbataillon 24 in Lienz, das Jägerbataillon 26 Kärnten und das Pionierbataillon 2 in Salzburg.