Wenn keine F-35, dann halt Su-57

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Su-57-Start, noch in den Suchoi-Fabrikfarben. Die Su-57 der russischen Luftwaffe wurden noch vor dem Syrien-Einsatz mit Tarnfarben versehen, versteht sich.

Mit einer spannenden Geschichte wartet die Flugrevue aus der Türkei auf.

Bekanntlich blockierte Präsident Trump 2019 die Lieferung von mehr als 100 F-35A, nachdem in Ankara erste russische S-400-Flab-Batterien angekommen waren. Seither suchen die Türken – auch im Renen mit den verfeindeten Griechen – Ersatz. Ihre Luftwaffe soll stark bleiben. Der folgende Beitrag hat es doppelt in sich:

  • Erstens gibt er Einblick in die Überlegungen der türkischen Führung, wie sie die F-35-Blockade kompensieren will.
  • Vor allem wird, zweitens, von Präsident Erdogans Absicht berichtet, weitere S-400-Batterien zu erwerben. Dass die türkische Luftabwehr mit dem modernen S-400-System zufrieden ist, war bekannt. Sollte Erdogan seine Einkaufstour in Russland fortsetzen, triebe er die Konfrontation mit den USA auf die Spitze! Die Flugrevue im Wortlaut:

“Wenn keine F-16, kaufen wir halt Su-57”

Nach dem Rauswurf aus dem F-35-Programm ist die Türkei weiter auf der Suche nach neuen Kampfjets. Als Ausgleich für bereits geleistete Zahlungen könnten die USA 40 F-16 an die Türken liefern. Für den Fall, dass der Deal platzt, hat Ankara einen Plan B in petto.

1,4 Milliarden Dollar hat die Türkei einst an die USA überwiesen – als Anzahlung für rund 100 F-35A. Damals war die Welt zwsichen beiden Staaten noch in Ordnung, türkische Firmen lieferten gut 1.000 Teile für jede einzlne F-35, die bei Lockheed Martin in Fort Worth aus der Halle rollte.

Doch weil die Türkei etwas später auch Geld an Russland überwies und dafür russische S-400-Flugabwehrraketen geliefert bekam, ließen die USA die Türken in die Röhre gucken: man kegelte den NATO-Partner kurzerhand aus dem F-35-Programm. Die Anzahlung allerdings behielt die US-Regierung ein.