“Wen zum Teufel habe ich da gerammt?”

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Vom amerikanischen Magazin “Forbes” erhielten wird den Bericht über einen britisch-russischen Zusammenprall in der Arktis. Die H.M.S. Northumberland, eine Fregatte vom Typ 23, beschattete ein russisches Jagd-Unterseeboot. Zu diesem Zweck setzte der Captain das Sonar vom Typ 2087 ein, dessen Schallmessgerät den Standort gegnerischer U-Boote exakt erfasst. Von ihrem Merlin-Helikopter aus hatten die Briten das Periskop der Russen entdeckt, worauf diese abtauchten.

Hernach fuhren die beiden Schiffe auf parallelem Kurs. Commander Thom Hobbs, der Captain der H.M.S. Northumberland, hielt fest: “Wir sind sehr nahe am U-Boot. Wären sie über Wasser, sähen wir ihre Gesichter.”

Dann kam es zur Kollision. “Was zur Hölle war das?”, fluchte auf der H.M.S. Northumberland ein Seemann. Ein anderer drückte es so grob aus, dass der Autor des folgenden Textes im Titel vier Sterne setzte – frei und salonfähig übersetzt: “Wen zum Teufel habe ich da gerammt?” Das Russen-Boot war auf das britische Sonar aufgefahren und hatte das Messgerät derart stark beschädigt, dass die Briten ihre Mission abbrachen.

Sie kehrten nach Schottland zurück, wo die Anlage repariert werden konnte. Wie “Forbes” schreibt, weiss man nicht, ob auch das feindliche U-Boot Schaden nahm. Wie der Militärdienst “The War Zone” ergänzt, gehörte die H.M.S. Northumberland zur “Royal Navy Carrier Strike Group 21” mit dem Flugzeugträger H.M.S. Queen Elizabeth.

Unser Marine-Experte Oberst i Gst Jürg Kürsener bestätigt: In der US Navy und der Royal Navy schützen in der Carrier Strike Group bis zu zehn Schiffe den Träger. Dazu braucht es a.o. Geschick, das sich nur in jahrelangem Training erwerben lässt. Demnach war die Northumberland auch mit dem Schutz der H.M.S. Queen Elizabeth vor russischen U-Booten betraut.

Beachtung verdient sodann die Warnung des amerikanischen Generals Glen VanHerck, Befehlshaber des US Northern Command und des US-Canadian North American Aerospace Defense Command. Er warnt explizit vor den neuen russischen U-Booten des Projekts 885 Yasen und des Projekts 885M Yasen-M, beides nukleare Bootstypen mit Lenkwaffen: Diese Waffen seien “ebenbürtig zu den amerikanischen.” Eine Warnung mehr von einem Kommandanten, der es wissen muss.

 

Es folgt der Originaltext von “Forbes”:

‘What The **** Have I Just Hit?’: British Warship Tangles With Russian Sub In The Arctic