Waffenruhe um 8 Uhr – wieder nix

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Armeniens schwere Artillerie – gemäss Aserbeidschan beteiligt am Bruch der Waffenruhe.

Die Übereinkunft von Washington: Das Communiqué des US Aussenministeriums – militärisch wertlos.

  • Zum dritten Mal scheiterte am 26. Oktober 2020 im Karabach-Krieg eine auswärtig vermittelte Feuereinstellung. Die in Washington vereinbarte Waffenruhe hätte um 8 Uhr Ortszeit in Kraft treten sollen.
  • Schon um 8.45 Uhr meldete Armenien feindliches Artilleriefeuer auf Dörfer. Aserbeidschan dementierte “postwendend” und beschuldigte seinerseits den Gegner, die Waffenruhe kurz nach 8 Uhr gebrochen zu haben.
  • Die Tinte unter dem Vertrag war noch nicht trocken, als der für Zivilisten und Soldaten blutige Krieg seinen Fortgang nahm.

Warum heisst der Lachin-Korridor so?

Kurze Antwort auf die Leserfrage, woher der Lachin-Korridor seinen Namen hat – anhand einer Karte von 1992, als Armenien die Verbindung vom Mutterland zu Berg-Karabach erkämpfte:

Braun von Armenien in Besitz genommen bis 8. Mai 1992, hellgelb bis 15. Mai 1992. Den Ausschlag gibt die gelb markierte Gebirgsstrasse von Armenien nach Karabach, die durch die Ortschaft Lachin in einer Talsenke führt.

Das folgende Bild zeigt den Ort Lachin, die nennenswerte Siedlung im sechs Kilometer langen Korridor.

Unscharfes Bild aus dem Korridor. In der Talsenke Lachin. Die gebirgige Landschaft begünstigt die Abwehr.

Im Lachin-Korridor: Armenier mit russischem 7,62-mm-Dragunow-Scharfschützengewehr. Beide Parteien setzen Scharfschützen gegen feindliche Kommandanten und Zugführer an, die in der Regel Waffen wie die Soldaten tragen, um nicht erkannt zu werden. Der Kamerad rechts trägt Turnschuhe – nicht unüblich. Im Hintergrund hell die “strategische” Strasse.