BISS – Verwahrlosung: gegen den F-35

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F-35A-Start in Payerne. Während und direkt nach der Evaluation anerkannten alle Bewerber die Kompetenz der Armasuisse.

Unser Land, die Schweizerische Eidgenossenschaft, droht staatsbürgerlich zu verwahrlosen. Jahrhunderte lang galt: “Ein Mann, ein Wort”. Darauf verliessen wir uns auch nach der Typenwahl pro F-35. Alle vier Bewerber stimmten überein: Die Armasuisse zog die Evaluation kompetent, nach bestem Wissen und Gewissen durch.

Jetzt aber haut auch Airbus in die Kerbe, die Dassault mit Zeitverzug nach der Niederlage geschlagen hatte. Der deutsche Konzern “versorgt” Parlamentarier mit einem 13-seitigen Pamphlet, das die Evaluation rundweg in Zweifel zieht. 

Der neue Rückenschuss gemahnt an 2014 und das Gripen-Debakel. Damals schon fanden sich Dassault und einzelne publizistische Exponenten von Airbus nicht mit dem Entscheid des Bundesrates ab. Sie verpassten dem Schweden das tödliche Etikett “Papierflieger”: Die Abstimmung war gelaufen.

Mai 2019: F-35A-Landung in Payerne. Bilder Knuchel.

Airbus zerschlägt eine Hoffnung – die Hoffnung nämlich, dass sich der Konzern, der uns nicht nur Kampfjets liefert, fair verhalten würde.

Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Der Sechs-Milliarden-Kredit ging hauchdünn durch. Von den vier Bewerbern setzte es keine Rückenschüsse ab. Nun müssen wir zur Kenntnis nehmen: Die beiden Europäer hocken im Lotterbett der GSoA. Sie schiessen offen und verdeckt gegen die Amerikaner und hoffen auf einen Sieg der Armeeabschaffer.

Dennoch: Bleiben wir dran, kämpfen wir, abgerechnet wird am Tag X an den Urnen; mit Volks- und Ständemehr.