US Air Force greift Taliban an

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Fünf Tage nach dem „Friedensabkommen“ von Doha griffen amerikanische F-16C, A-10C und AH-64D Apache in drei afghanischen Provinzen Taliban-Verbände an.

  • Die Taliban setzten ihre Offensive in der Nacht zum 5. März 2020 in 16 der 34 afghanischen Provinzen unvermindert heftig fort. Am Donnerstagmorgen meldeten sie Angriffe gegen mittlerweile 43 Armeestellungen und mehrere Dutzende gefallene Gegner — was die Regierung Ghani bestätigte.
  • In Washington liess Präsident Trump verlauten, er habe mit dem Taliban-Sprecher Mullah Baradar ein 35-minütiges, „sehr gutes“ Telefon Gespräch geführt. Er und Baradar verfolgten nur ein Ziel: das Ende der Kämpfe und Frieden.
  • Wie die Faust aufs Auge kam dann die Meldung: Die US Air Force griff in den Schlüsselprovinzen Helmand, Uruzgan und Kunduz direkt in die Bodengefechte ein. Sie verteidigte mit allen Mitteln besonders gefährdete Armeestützpunkte.
  • Colonel Sonny Leggett, der Sprecher der US Armed Forces, bekräftigte: „Wir lassen unsere Verbündeten nicht im Stich. Wir rufen die Taliban auf, die Feindseligkeiten sofort einzustellen.“

Bittere Wahrheiten

  • Ohne die Amerikaner ist die Regierungsarmee keinen Pfennig wert: Fremde Instruktoren bauten sie künstlich auf. Ihre Kämpfer sind schwach motiviert.
  • Der Gegner, die Taliban, nutzen die Schwäche des Feindes gnadenlos aus. Die aufständische Armee ist motiviert und zweckmässig gerüstet.
  • Präsident Ghani lieferte den Taliban den patenten Vorwand für die neue Offensive, als er den in Doha ohne ihn ausgehandelten Austausch von Gefangenen in Bausch und Bogen verdammte — 5’000 Taliban gegen 1‘000 Armeesoldaten!
  • Der Burgfrieden von letzter Woche war eine Illusion, eine Fata Morgana.