Türkei 2003, Türkei 2019 – vergleiche!

Standard

 

Putin bietet Erdogan Su-57 an (Bilder MoD).

Russ. Landungsschiff im Bosporus.

US Präsidentenberater Brzezinski 2003:

Die Türkei

  • stabisiliert das Schwarze Meer gegen Russland,
  • kontrolliert den Zugang vom Schwarzen Meer ins Mittelmeer (Ägäis),
  • bietet Russland im Kaukasus Paroli,
  • bildet ein Bollwerk gegen den islamischen Fundamentalismus,
  • ist der südöstliche Anker der NATO.

2019, nach 16 Jahren Erdogan-Herrschaft

Die Türkei

  • verlor im März 2014 ihren Einfluss im Schwarzen Meer, nachdem Präsident Putin die beherrschende Halbinsel Krim annektiert hatte;
  • kontrolliert dank dem Abkommen von Montreux (1936) immer noch die Passage von der Ägäis ins Schwarze Meer (Dardanellen, Marmara-Meer, Bosporus);
  • bietet im Kaukasus Russland nicht mehr Paroli (seit dessen brutalem Sieg in Tschetschenien);
  • ist durch die AKP-Machtübernahme zum Träger des islamischen Fundamentalismus geworden;
  • braucht wohl die NATO, kauft aber das russ. S-400-Flabsystem und spielt in Sachen Bündnistreue mit dem Feuer.

Vergleiche!

In vier von fünf Kernforderungen des Westens hat der einst einfluss- und kenntnisreiche Brzezinski nicht mehr Recht. Unter Erdogan ist die Türkei zum unsicheren Bündnisgenossen abgesunken. Unverändert bleibt einzig die Passage durch die Meerengen, vertraglich geregelt.

Montreux-Vertrag regelt Passage (D&H).