Trotz Fehler – USA forcieren Drohnenkrieg

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Die Drohne MQ-9 Sea Guardian über der USS Coronado bei Tests im Pazifik (21. April 2021).

  • Am 26. August 2021 unterlief dem amerikanischen Drohnen-Kommando ein tragischer Fehler. Es glaubte der CIA, die auf der Strasse zum Flugplatz Kabul ein Terror-Fahrzeug entdeckt zu haben glaubte.
  • Die Drohnen-Piloten vertrauten der Bodenaufklärung und schossen ihre Hellfire-Rakete ab. Sie traf, wie immer – aber sie traf keine Terroristen, sondern eine unschuldige Familie. Zehn Unbeteiligte, darunter sieben Kinder, liess ihr Leben.
  • Drohnen-Experten schreiben den tragischen Vorfall zu 100% der CIA zu. Mit einer derart fahrlässigen Aufklärung hätten auch konventionelle Waffen versagt.

Unter Wasser, zu Wasser, in der Luft

Wie immer dem auch ist: Vom amerikanischen Stützpunkt Bahrain trifft die Nachricht ein, dass die dort stationierte 5. Flotte den Drohnenkrieg forciert.

Vice Admiral Brad Cooper, Befehlshaber der 5. Flotte, hier noch als Rear Admiral.

Vice Admiral Brad Cooper, der Befehlshaber der Flotte, stellte die neue Task Force 59 vor. Diese umfasst und koordiniert den Einsatz von:

  • Neue Unterwasser-Drohnen, die als Weiterentwicklung von Torpedos charakterisiert werden, zum Beispiel die Carina Drohne.
  • Die erprobten Überwasser-Seedrohnen Sea Hawk und Sea Hunter.
  • In der Luft Aufklärer-Drohnen mit einer ausserordentlich langen Verweil- und Beobachtungszeit, so die MQ-9 Sea Guardian.

Vorbereitung zum Abschuss der Unterwasser-Drohne Carina.

  • Vice Admiral Cooper legte Wert auf den Auftrag der 5. Flotte: Dieser umfasse auch den Schutz der Strasse von Hormuz, des weltwirtschaftlich heiklen Nadelöhrs am Ausgang des Persischen Golfes in den Golf von Oman. Ebenso schütze die Flotte das Bab-el-Mandeb, das Tor der Tränen am Eingang zum Roten Meer und weiter zum Suezkanal.
  • Die Task Force 59 steigere die Kampfkraft der Flotte massiv. Immer würden Tanker und Handelsschiffe angegriffen. Mit dem Verbund von Unterwasser-. Überwasser- und Luftaufklärer-Drohnen habe der Verband ein neues, starkes Instrument lanciert. Die Kombination der Waffen sei im Pazifik erprobt und für gut befunden worden.
  • Zu Iran hielt Brad Cooper fest: “Wir wissen, dass sie immer wieder angreifen. Aber wir sind gerüstet und schlagen sie zurück. Mehr muss ich dazu nicht sagen.”

Vorne eine ADARO Drohne, hinten die USS Oakland, am 8. September 2021 vor Kaliforniens Küste.