Trophy 2: Vertrag für Kampfpanzer Challenger 3

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Siehe auch > Trophy 1 – am Leopard: Abwehr zu 90%!

So schützt Trophy einen angegriffenen Kampfpanzer.

Nicht nur die deutsche Bundeswehr, auch das britische Heer treibt die Einführung des Trophy-Schutzsystems für seine Kampfpanzer voran. Der israelische Hersteller Rafael ist mit Rheinmetall BAE Systems Land eine Kooperation eingegangen. In London stattete das Ministerium Rafale miteinem ersten Vertrag aus.

Das britische Verteidigungsministerium hat mit Rafael Defense Systems einen Vertrag zur Durchführung von Versuchen mit dem aktiven Schutzsystem Trophy für den Challenger 3 abgeschlossen. Der mit 4,5 Millionen Pfund (5,3 Millionen Euro) dotierte Vertrag läuft seit dem 20. Oktober 2021 und endet am 20. Dezember 2022.

Im Mai 2021 hatte das Ministerium die Firma RBSL (Rheinmetall BAE Systems Land, das 2019 gegründete Joint Venture von Rheinmetall und BAE Systems Land UK) mit der Modernisierung von 148 Kampfpanzern Challenger zur Version 3 beauftragt. Die umfassenden Massnahmen betreffen die Verbesserung von Feuerkraft, Führbarkeit und Schutz. Die Entscheidung, Trophy als APS einzuführen, wurde im Juni 2021 getroffen.

Britanniens Challenger 3.

Ziel der jetzt unter Vertrag genommenen Phase-2A-Versuche sind Untersuchungen des Nutzwerts und der Integration in Turm und Wanne des Kampfpanzers.

Das Trophy-System ist seit 2011 auf Kampf- und Schützenpanzern der israelischen Streitkräfte im Einsatz. Die USA haben seit Anfang diesen Jahres 400 Kampfpanzer mit Trophy ausgestattet. Die Bundeswehr will bis 2023 in 17 Kampfpanzer Leopard 2 Trophy integrieren. Grossbritannien ist die vierte Nation, die Trophy nutzen will.

Nach Angaben von Rafael waren alle Trophy-Systeme zusammengenommen mehr als eine Million Stunden im Einsatz: Sie wehrten 5’400 Mal Beschuss ab.

Trophy am Abrams.