Typhoon holt Drohne vom Himmel

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Typhoon über Syrien.

Die Flugrevue berichtet:

Erster „Luftsieg“ für britischen Eurofighter

Seit 2014 beteiligt sich die Royal Air Force im Großraum Syrien am Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat. Zum ersten Mal liess in dieser Woche ein britischer Eurofighter Luft-Luft-Raketen sprechen – und feierte den ersten Luftsieg: Er schoss eine Drohne ab.

Die Operation “SHADER” ist Grossbritanniens Beitrag zum internationalen Kampf gegen den Islamischen Staat (ISIS). Seit über sieben Jahren patrouillieren die Kampfjets der Royal Air Force (RAF) von Katar aus über der Levante. Mehrfach griffen sie in der Vergangenheit auch Bodenziele an. Einem fliegenden Feind mussten die Briten bis dato jedoch nicht entgegentreten.

ASRAAM gegen Drohne 

  • Das änderte sich am 14. Dezember 2021, als ein britischer Eurofighter Typhoon über Syrien eine gegnerische Drohne aufs Korn nahm. An diesem Tag habe man über dem US-Stützpunkt Al-Tanf im Gouvernement Homs “Drohnenaktivität” entdeckt, erklärt die RAF in einer Mitteilung.
  • “Als die Drohne ihre Flugbahn fortsetzte, wurde klar, dass sie eine Bedrohung für die Koalitionsstreitkräfte darstellte.”
  • Deshalb seien britische Typhoons, die routinemäßig über dem Gebiet patrouillierten, mit der Untersuchung der Lage beauftragt worden.
  • Einer der Typhoon-Piloten habe die Drohne kurz darauf mit einer Luft-Luft-Rakete vom Himmel geholt. Zum Einsatz kam laut RAF eine Kurzstrecken-Lenkwaffe des Typs ASRAAM (Advanced Short Range Air to Air Missile). Es war der erste Luftsieg eines britischen Eurofighters im Rahmen der Operation “SHADER”.

“Schwieriges Ziel”

  • Die Drohne sei für die Kampfjets “aufgrund ihrer geringen Größe ein sehr schwieriges Ziel” gewesen, betont die britische Luftwaffe. Großbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace lobte die Aktion ausdrücklich: “Dieser Angriff ist ein eindrucksvoller Beweis für die Fähigkeit der RAF, feindliche Ziele, die eine Bedrohung für unsere Streitkräfte darstellen, aus der Luft auszuschalten.”
  • Man werde “weiterhin alles tun, was wir an der Seite unserer Koalitionspartner tun können, um die terroristische Bedrohung zu beseitigen und unser Personal und unsere Partner zu schützen”, so Wallace weiter.