Syrien – Sieger Putin

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Russland füllt das Vakuum

Russischer Soldat in Syrien (Bilder DoD).

Nach Trumps Verrat an den Kurden wird Präsident Putin zum starken Mann des “failed state” Syrien:

  • In aller Offenheit marschieren russische Bodentruppen in Nordsyrien ein – mit wehenden russischen Fahnen.
  • Im Stützpunkt Latakia haben sich die russische Luftwaffe und das russische Heer (inkl. Spezialtruppen und leistungsfähige EKF-Verbände) längst festgesetzt.
  • In Tartus erfüllt Putin den Jahrhunderte alten russischen Wunsch nach einem permanent warmen Hafen im Mittelmeer – ein Desiderat seit Peter dem Grossen.
  • Auch politisch füllt Russland das Vakuum auf, das Trumps Rückzug hinterlässt. Nie mehr seit dem Niedergang der Sowjetunion war Moskau im Nahen Osten so stark wie jetzt.
  • Das Asad-Regime war militärisch und politisch im September 2015 am Ende. Mit dem Eingreifen der russischen Luftwaffe und jetzt auch russischer Bodentruppen rettet Putin den Kriegsverbrecher Asad, der nur noch ein Vasall von Russlands Gnaden ist.

Russlands Fahne, Truppe in Kampfmontur.

Destabilisierung der NATO?

Seit Jahren sucht Russland Westeuropa und die NATO zu destabilisieren. Die Türkei beschafft das moderne S-400-Flabsystem (Reichweite 400 km). Der Autokrat Erdogan tanzt Trump auf der Nase herum. Die Türkei war und ist aber ein bedeutendes NATO-Mitglied:

  • Der gewaltige anatolische Landriegel schützte und schützt die NATO-Südostflanke.
  • In Anbetracht der volatilen Lage im ganzen Nahen Osten wiegt das NATO-Mitglied Türkei ungleich schwerer als etwa das geostrategisch wenig interessante Griechenland.
  • Der Luftstützpunkt Incirlik in der südlichen Türkei ist für die NATO und die USA wertvoll.
  • Besonders gravierend ist der Vertrauensverlust, den die USA wegen ihrem sprunghaften Präsidenten bei ihren Verbündeten erleiden. 

Asad-Armee profitiert von russischem Schutz.