SWISS-Flug nach Taschkent – bisher 100 gerettet

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Heute Montagmorgen, 23. August 2021, acht Tage nach dem Umsturz in Kabul, hat eine SWISS-Maschine in Zürich-Kloten mit Ziel Taschkent abgehoben. Das Flugzeug soll Schweizer und Schweizer Ortskräfte mit ihren Familien nach Kloten zurückbringen.

Wie das EDA bekannt gibt, konnte die Schweiz bisher rund 100 Personen aus Afghanistan retten. Die Evakuation wird tatkräftig von Schweizer Spezialkräften aus Ceneri/Isone unterstützt, die dem auch dafür geschaffenen geheimen Armee-Aufklärungsdetachement AAD 10 angehören, dem im Tessin auch so genannnten “Club”.

Die Nationen verfolgen ab dem Hamid Karzai Airport Kabul verschiedene Evakuationswege:

  • Die USA präferieren den Rückflug ihrer C-17A Globemaster III über ihren grossen Stützpunkt Doha (Katar) und den auch mit einem starken Militärspital ausgestatteten Flugplatz Ramstein im Bezirk Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz.
  • Die Deutschen empfehlen den Weg, den sie in ihrem langen Afghanistan-Einsatz bevorzugten. Wenn die Bundesluftwaffe mit ihren Transall und den neuen A400M Truppen nach Kunduz brachten, legten diese in aller Regel einen Zwischenhalt in Usbekistan ein. Die Soldaten übernachteten dann in einem Feldlager, bevor sie am anderen Tag nach Kunduz geflogen wurden. Auch wer mit den Deutschen Afghanistan besuchte, machte den Zwischenstopp in Taschkent.
  • Dieser Route folgt nun auch die Schweizer Evakuation, wenn auch nicht von Kunduz aus. Der Rettungsweg führt im Schweizer Fall zuerst militärisch von Kabul nach Taschkent und jetzt mit der SWISS nach Zürich.