Stösst Russland nach – mit Söldnern?

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Colonel Assimi Goita, Juntachef.

Frankreich und seine Verbündeten ziehen aus Mali ab. Ihr Rückzug eröffnet Russland ein “willkommenes” Vakuum. Schon stehen rund 1’000 Wagner-Söldner im Raum Timbuktu, bezahlt vom russischen Staat, keinem Kriegsvölkerrecht verpflichtet, durchsetzt von ex-Speznaz.

Die malische Militärjunta ist “auf bestem Weg”, ihr politisches Ziel zu erreichen: Frankreichs Botschafter wurde ausgewiesen, die französischen Streitkräfte verlassen nun auch noch die Stützpunkte Gao, Gossi und Ménaka, die Annäherung an Russland “gedeiht”.

Bedenklich am Verlauf der Mali-Krise ist nicht zuletzt die Tatsache, dass Präsident Putin seinen Brückenkopf mit Söldnern errichtete. Die Wagner-Armee überzieht den Nahen Osten, den Maghreb und jetzt auch einen gescheiterten Staat im Sahel mit Angst, Verwüstung und Schrecken.

Dass Frankreich nach neun Jahren “BARKHANE” und “TAKUBA” geht, ist zu verstehen. Doch wird Colonel Assimi Goita, der Juntachef, mit Wagner-Söldnern glücklich?

Colonel Malick Diaw, Vizechef der Junta.