Southfront: Neue, aktuelle Lagekarten

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Im Schatten von Corona und des amerikanischen Wahl-Krimis trat der Karabach-Krieg in seinen zweiten Monat. Aserbeidschan drückt unvermindert gegen Berg-Karabach, rückt da und dort vor, beschiesst die “Hauptstadt” Stepanakert – aber der entscheidende Durchbruch scheint dem Angreifer bisher nicht gelungen zu sein.

Southfront informiert über Nagorno Karabach täglich und aufs Militärische konzentriert – wie seit Jahren über Irak, Syrien, Yemen, Libyen, Afghanistan … Neu sind zwei vorsichtige Lagekarten:

Lage vom 4. November 2020.

Das Lagebild vom Mittwoch zeigt blau azerisch besetztes Terrain von Berg-Karabach, gelb die von Berg-Karabach besetzte Pufferzone und braun das Kerngebiet der seltsamen “Republik Artsakh”. Vorsichtig kreist Southfront weiss Hotspots an der Südostfront ein.

Lage vom 5. November 2020.

Das Lagebild vom Mittwoch bringt wieder weiss eingekreist Angriffe der beidseits vorhandenen weitreichenden Artillerie auf Ziele im Kernland der Gegner Armenien (Kreis im Westen) und in Aserbeidschan (im Osten).

Zusätzlich sucht Southfront mit Bildmaterial weitere Entwicklungen zu belegen:

Azerische Beute armenischen Materials aus der Sowjetzeit.

Die Aufnahme der azerischen Armee soll Beute zeigen und beweisen, dass Armenien weitgehend mit Sowjetwaffen kämpft – was umgekehrt auch für Aserbeidschan zutrifft, ungeachtet türkischer und israelischer Waffen in Bakus Arsenal.

Ein zweites azerisches Bild …

… soll den Vormarsch der Angreifer zeigen. Ist es gestellt? Ein Mann mit Helm, zwei mit Mütze?

Iranischer Schwerverkehr?

Fast täglich rapportiert Southfront über iranische Verstärkungen an der Nordostgrenze. Die Aufnahme soll Schwerverkehr von und zur Front belegen.

Syrische Söldner, von der Türkei gestellt?

Ein Bild mit anderer Stossrichtung. Southfront berichtet – wie am letzten Samstag das deutsche Magazin “Spiegel” – von syrischen Söldnern in azerischen Diensten. Diese sollen von Türken rekrutiert, bewaffnet, bezahlt und an die Front gebracht worden sein; offenbar auch als Kanonenfutter.

Angreifer gut gerüstet, geschützt mit Westen, Tarnanzug dem Gelände entsprechend.

Noch ein azerisches Bild – Kategorie Propaganda nach innen und aussen.

Armenische “Statistik” zu angeblichen azerischen Verlusten.

Es bestehen wenig Zweifel: Armenien und Berg-Karabach verteidigen ihr Territorium tapfer. Die armenische Grafik freilich mutet überrissen an. Aserbeidschan soll im Krieg schon mehr als 7’000 Soldaten verloren haben.