Southfront meldet türkische T-122 in Libyen

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Mit dieser Aufnahme aus der libyschen Wüste sucht Southfront den Einsatz türkischer Raketenwerfer gegen den Warlord Haftar zu belegen.

Die Agentur Southfront ist der Türkei, ihrem Autokraten Erdogan und der türkischen Waffenschmiede Rokestan hart auf der Spur:

  • Am 20. Oktober berichtet sie vom Einsatz des Rokestan-Raketenwerfers T-122 Sakarya im Karabach-Krieg. 2018 einigten sich die Türkei und Aserbeidschan auf die Lieferung mehrerer Batterien T-122 nach Baku. Mit ihrer Reichweite von 40 Kilometern decken die Werfer im Artilleriekrieg gegen Armenien ein taktisches zentrales Segment ab.
  • Gleichzeitig sucht Southfront anhand eines Bildes die Verlegung türkischer T-122 nach Libyen zu belegen. Die Aufnahme zeige einen Sakarya-Raketenwerfer im Krieg gegen den Warlord Haftar. Pikanterweise lieferte Rokestan T-122 auch in die Vereinigten Arabischen Emirate, die Haftars Nationalarmee unterstützen.

 Waffensystem mit ehrenvollem Namen

  • Sakarya erinnert an die Schlacht von 1922, als General Kemal Mustapha, später genannt Atatürk, die Griechen im 80 Kilometer langen Sakayra-Bogen vernichtend zurückwarf. Der Sakarya-Fluss ist an der Schlachtfront nur 100 Kilometer von Ankara entfernt. Nach dem Sieg am Sakarya trieb Kemal Mustapha die Invasoren nach Symarna (heute Izmir) an der Ägäis zurück.
  • Rokestan brachte T-122 um die Jahrtausendwende auf den Markt. Wie das später entwickelte System T-300 kommt der Mehrfachraketenwerfer auf dem MAN-6×6-Trägerlastwagen. Die minimale Einsatzdistanz leigt bei 3’000 Metern, die maximale, wie gesagt, bei 40 Kilometern. Die insgesamt 40 122-mm-Rohre sind auf dem MAN in zwei Blöcken angeordnet. Jeder Block besteht aus vier Riehen zu fünf Rohren.
  • Wohl verfügt Armenien über sechs Batterien des hochwertigen russischen Systems 9A52 Smerch. Aber der geballten Kraft der türkischen und russischen Werfer im Arsenal Aserbeidschans ist die armenische weitreichende Artillerie unterlegen.