Slowakei liefert 155-mm-Panzerhaubitzen 16-M 2000

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30. November 2021. Eine slowakische Zuzana-2-155-mm-Haubitze des 21. Artilleriebataillons auf dem polnischen Waffenplatz Bemowo Piskie im scharfen Schuss.

Die Slowakei liefert der Ukraine acht selbstfahrende 155-mm-Haubitzen vom Typ 16-M 2000 Zuzana-2. Somit stellt sie der ukrainischen Artillerie eine moderne, leistungsfähige Batterie mit dem NATO-Standardkaliber. 
Der Verteidigungsminister Jaroslav Nad teilte ausserdem am 16. Juni 2022 mit: 
  • Schon seien Tausende slowakische 122-mm-Grad-Raketen an die ukrainischen Streitkräfte gegangen. Das Kaliber 122 mm ist sowjetisch-russischen Ursprungs und dient den BM-21-Grad-Mehrfachraketenwerfer, von denen die Ukraine zu Kriegsbeginn über 185 Geschütze verfügte.
  • Ebenso liefere die Slowakei fünf Helikopter aus der Mi-Serie sowjetischer Bauart. Die slowakische Luftwaffe verfügt aus dem Kalten Krieg über Transportheli Mi-8 Hip und Mi-17 Hip 17. Der Mi-17 kann bewaffnet werden. Auch vom Kampfheli Mi-24 Hind D/E besitzt das Land 15 Exemplare. Es stellt jetzt auf NATO-Gerät wie den UH-60M Black Hawk um.

Feuerkraft über allem

  • Mit der Zuzana-16-M-2000-Batterie erfüllt die Slowakei Hilferufe hochrangiger Politiker aus dem östlichen Nachbarland. Das bewegliche Geschütz aus eigener Produktion kommt auf dem Tatra-Chassis 8×8 daher.
  • Es reicht 5’600 bis 39’600 Meter weit. Die 5’500 Meter entsprechen der maximalen Schusslänge auf dem alten Artilleriewaffenplatz Frauenfeld. Mit den 39,6 Kilometern übertrifft die 16-M-2000-Haubitze die Reichweite der Schweizer M-109 um das Doppelte. Die Geschützmannschaft von vier Kanonieren gibt sechs Schuss/Minute ab.
  • Das System wiegt total 28’450 Kilogramm. Ohne Tankhalt trägt der Tatra das Geschütz 750 Kilometer weit. Die Elevation/Depression beträgt +70°/-3,5°. Mit dem französische CAESAR zusammen führt die ukrainische Artillerie nun bald ein modernes, selbstfahrendes europäisches Geschütz ins Gefecht. Der CAESAR ist auf 6×6 ausgelegt, der Tatra auf 8×8.
  • Zur M-109-Ablösung prüft auch die Schweiz selbstfahrende Geschütze auf Rädern wie den CAESAR oder das gemeinsame Projekt von Krauss-Maffei Wegmann und der Kreuzlinger Panzerschmiede Mowag.

Unverkennbar die gezogene Haubitze M777. Die USA stellen der Slowakei als Ersatz für die an die Ukraine abgegeben Rohre eigenes Material.