Schwache Antwort – reines “Appeasement”

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Rapperswil, 24. April 2021.

Da stehen einem die Haare zu Berge. Im Tages-Anzeiger vom 27. April 2021 sucht sich der St. Galler Polizeisprecher aus dem Versagen an der Rapperswiler Corona-Kundgebung herauszureden.

Zwei Antworten zeugen vom “Appeasement” der Behörden gegenüber der unbewilligten Demo von 4’000 Corona-Massnahmen-Gegnern:

  • “Dass die Kundgebung nicht bewilligt war, darauf haben wir übrigens vorgängig ganz klar hingewiesen.” Sapperlot! Ganz klar hingewiesen! Man denke das zu Ende. Eine Gangsterbande raubt eine Bank aus. Die Polizei, obwohl gewarnt, schaut zu. Hernach kommunziert sie: “Raubüberfall ist verboten. Wir weisen darauf ganz klar hin.”
  • Der Polizeisprecher weiter: “Ich bin froh, mich nicht für verletzte Demonstranten, Polizisten, Passanten oder für Sachbeschädigungen rechtfertigen zu müssen.” Einmal abgesehen davon, dass ein geordneter Polizeieinsatz nicht unbedingt zu Verletzten führen muss, offenbar der Satz die ganze Kapitulation der Polizei. Allein schon die Möglichkeit, dass “friedfertige Demonstranten” halt doch zu Gewalt greifen, genügt in Rapperswil, Recht und Ordnung ausser Kraft zu setzen.

Verwerfliches Appeasement 

Seit der britische Premier Chamberlain am 29. September 1938 in München vor dem Kriegstreiber Hitler einknickte und den Weg zum Zweiten Weltkrieg ebnete, hat das Wort “Appeasement” einen miesen Klang.

Wer gegen illegalen Druck versagt, der fördert die Sache der Gesetzesbrecher. Auch wenn sich die Dimensionen der Vorkriegsjahre 1938/39 nicht mit Corona-Demos 2021 vergleichen lassen, eines steht fest: Die St. Galler Behörden haben kapituliert. Sie schlagen einen gefährlichen Weg ein, der nie und nimmer zum Ziel führt.

 

Bilder zu 1938

19. September 1938: von links Mussolini, Hitler, ein Dolmetscher, Chamberlain, der die Tschechoslowakei opfert.

Chamberlain, der Mann mit dem Hut, verlässt den Führerbau am Königsplatz. Die Lakaien strecken die Hand zum Hitlergruss.