Säumer trotzen Corona – klug und behutsam

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Auf der Sbrinz-Route.

Jedes Quartal findet die ansprechend gestaltete Zeitschrift “Der Säumer” von Stans den Weg an die Peripherie der Schweiz, an den wehrstarken Landstrich am Bodensee.

“Der Säumer” – zum Glück mutiert der Titel im Zeitalter der überbordenden Sprachpolizei nicht zum “Säumenden” – ist die Zeitschrift der Säumer & Train Vereinigung Unterwalden. Schon der Name verrät: Säumer und Train sind untrennbar miteinander verbunden. Das Emblem zeigt die Wappen von Ob- und Nidwalden plus den grün-goldenen Kragenspiegel vom Train.

Jedes Vierteljahr bereitet “Der Säumer” Freude – sogar ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie. Behutsam setzen die Säumer ihr Jahresprogramm auf die Titelseite, von der Frühlingswanderung am 24. April bis zum “goldenen Sbrinz-Route-Herbst” – alles unter dem klugen Vorbehalt: “Soweit möglich.”

“Wägmacherbatze” bringt mehr als 20’000 Franken

Neben den traditionell packenden Bilden von Aufstiegen, Pässen und Bergseen sticht auf Seite 9 der Titel “Wägmacherbatze” ins Auge. Der “Batze” soll mithelfen, die 150 Kilometer lange, in sieben Etappen gegliederte Sbrinz-Route wieder besser begehbar zu machen. Denn der Zahn der Zeit an nicht an diesem uralten Weg von der Innerschweiz nach Domodosolla vorbei gegangen.

Die Sbrinz-Route(n).

Die Säumer verrichten die meiste Arbeit ehrenamtlich. Frondienst hätte man früher gesagt. Aber es fallen anspruchsvolle Abschnitte an, wo die Säumer externe Unterstützung anfordern müssen. Um die Kosten zu decken, riefen sie die Aktion “Wägmacherbatze” ins Leben.

Und siehe da! “Weit über 20’000 Franken wurden gespendet, was unsere Erwartungen bei weitem übertroffen hat,” hält “Der Säumer” fest. Vom Frühjahr 2021 an wird die Sbrinz-Route so saniert, dass die Säumer nicht mehr vielbefahrene Strassen begehen müssen.

Im Brennpunkt steht dabei die Wegstrecke hinter dem Räterichsboden-See, wo bisher auf die stark frequentierte, gefährliche Strasse zum Grimselpass ausgewichen wurde.

Viel Gfreuts – auf all Euren Wegen

Schliessen wollen wir mit dem 2021 erweiterten Säumergruss: “Viel Gfreuts – auf all Euren Wegen; und bleibt gesund!”

Chapeau unsererseits; und Dank für die Zeitschrift, verbunden mit Kompliment an die Engelberger-Druckerei in Stans, die in gleicher Qualität für die Leventina das Magazin des HC Ambri-Piotta herausgibt.

Viel Gfreuts – auch im zweiten Corona-Jahr.