Nordflotte setzt ersten kawestierten “Boomer” ein

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Eines der seltenen Bilder der K-549 Knjas Wladimir.

  • Wenn amerikanische Offiziere und Geheimdienstagenten von den russischen nuklearen Strategischen Raketen-U-Booten SSBN der Borei-A-Klasse 955A reden, dann sprechen sie mit einer gewissen Ehrfurcht vom “Boomer”.
  • Die “Boomer” bilden das Rückgrat von Russlands seegestützter atomarer Abschreckung. Sie ersetzen in dieser absolut zentralen, strategischen Rolle die älteren Boote der Delta-III-Klasse 667BDR und der Delta-IV-Klasse 667BDRM.

Planung: insgesamt acht “Boomer”

Es gilt zu unterscheiden zwischen:

  • den drei “Boomern” der Klasse 955 – den Booten K-535 Juri Dolgoruki, K-550 Alexander Newski und K-551 Wladimir Monomach (K-535 gehört zur Nordflotte, K-550 und K-551 zur Pazifikflotte)
  • und den kawestierten Modellen 955A, von denen die Nordflotte das erste Boot, die K-549 Knjas Wladimir, in Severodwinsk am Weissen Meer in Betrieb stellte.
  • Geplant ist der Ausbau der Boomer-Flotte auf insgesamt acht Einheiten. Es kommen weitere vier kawestierte 955A hinzu. Auf Kiel gelegt wurden die Knjas Oleg, die Generalissimus Suworow, die Imperator Alexander III. und die Knjas Poscharski (für Schweizer Leser grüsst beim sechsten “Boomer” Suworows legendäre Alpendurchquerung – mit eindrücklichem Denkmal in der Schöllenen).

Je 16 Bulawa-SLBM mit 8’000 km Reichweite

  • Das Marine-Konstruktionsbüro Rubin entwarf die kawestierten “Boomer”. In Severodwinsk baut die Sewmasch-Werft die 955A.
  • Die atomare Abschreckungskraft der U-Boote besteht in ihren je 16 dreistufigen Bulawa-SLBM mit je zehn Gefechtsköpfen und 8’000 Kilometern Reichweite. SLBM steht für Submarine-launched ballistic missile. NATO-Code für die Bulawa-Rakete: SS-N-32).

Mehr Fotos gibt es von der K-550 Alexander Newski. Hier ein frühes Bild.

K-550 Alexander Newski in voller Pracht.

Alexander Newski am Ufer des Weissen Meeres.

Alarm an Bord von K-550 Alexander Newski.