Russland: Rendez-vous im Mittelmeer

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Der Zerstörer RFS Admiral Tributs (564) kommt von der Pazifik-Flotte.

Siehe auch > Paris stellt den Träger Charles de Gaulle

Oder müssen wir titeln: Rendez-vous im Schwarzen Meer? Als Anrainerstaat des Schwarzen Meeres hat Russland freien Zugang zum Gewässer, das von der Krim aus beherrscht wird. Denn das Montreux-Abkommen von 1936 begünstigt die Russen gegenüber beispielsweise den Briten oder Amerikanern.

Unübersehbar ist jedenfalls das Rendez-vous russischer Schiffe, die wie NATO-Einheiten im Mittelmeer zu Manövern zusammenkommen.

  • Von der Pazifischen Flotte der Kreuzer RFS Varyag (011), der Zerstörer RFS Admiral Tributs (564) und das Versorgungsschiff Boris Butoma. Die Russen kommen von Manövern im Arabischen Meer. Dort übten sie mit Schiffen der Iranischen Marine und Einheiten aus China.  
  • Von der Nordflotte kommen die RFS Olenegorskiy Gornyak (012), die RFS Georgiy Pobedonosets (016) und die RFS Pyotr Morgunov (117), aus der Ostsee die Schiffe der Baltischen Flotte RFS Korolev (130), RFS Minsk (127), und die RFS Kaliningrad (102).

NATO beschattet Russen

  • Der französische Generalstab teilt mit: Am 30./31. Januar 2022 beschattete Frankreichs Patrouillenboot Commandant Blaison (F793) die russischen Korvetten RFS Stoykiy (545) und RFS Soobrazitelny (531) im Aermelkanal.
  • Am Montag übergaben die Franzosen die Russen an die Fregatte Argyll (F231) der Royal Navy und an den Zerstörer USS Roosevelt (DDG-80) der US Navy.
  • Die beiden Korvetten stammen aus der Baltischen Flotte. Sie verliessen ihren Heimathafen am 24. Januar 2022 und sollen im Mittelmeer ebenfalls an den gross angelegten Manövern der russischen Marine teilnehmen.

Die NATO beschattet die Korvetten RFS Stoykiy (545) und RFS Soobrazitelny (531).

  • Zum Auslaufen der RFS Stoykiy und der RFS Soobrazitelny liess das Kommando der russischen Seestreitkräfte verlauten, es gehe nun darum, auf mehreren Weltmeeren Flagge zu zeigen. Auffallend ist einfach die Ballung, die sich im Mittelmeer abzeichnet.
  • Bald finden sich Schiffe aus allen vier Flotten der russischen Seekriegsstreitkräfte zusammen – zu Grossmanövern, exakt wie das Heer und die Luftwaffe im Vorfeld der Ukraine.

Die russische Seekriegsflotte erfüllt die Aufträge

  • Die Abschreckung vom Einsatz militärischer Gewalt oder der Androhung militärischer Gewalt gegen die Russische Föderation.
  • Militärischer Schutz der territorialen Integrität der Russischen Föderation über die Landmasse und territoriale Gewässer hinaus bis in internationale Gewässer.
  • Militärischer Schutz der Freiheit der Meere.
  • Aufbau und Sicherstellung des Schutzes wirtschaftlicher Aktivitäten der Russischen Föderation auf den Ozeanen.
  • Sicherstellung der Präsenz der Seekriegsflotte der Russischen Föderation auf den Meeren.
  • Teilnahme an militärischen, friedenssichernden und humanitären Einsätzen, die den Interessen der Russischen Föderation entsprechen und von der Weltgemeinschaft ausgeführt werden.

Die Admiralität in Sankt Petersburg dient als HQ der russischen Marine. Sankt Petersburg war dank Peter dem Grossen die erste Stadt in Russland, in der der Schiffsbau aktiv entwickelt wurde.

Das Hauptquartier der Marine befindet sich seit 2012 wieder im historischen Admiralitätsgebäude „Admiralteistwo“ in Sankt Petersburg, wo sich bis zum Umzug 1925 nach Moskau (unter Stalin) schon das Hauptquartier befunden hatte.