Russland + China im Manöver

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Der Präsident von Kirgistan, Sooronbai Jeenbekow; Generalstabschef Valeri Gerassimow; Verteidigungsminister Sergej Shoigu; Präsident Wladimir Putin; letztere drei in Kampfuniform, in Donguz (Bilder DoD).

Vom 16.–21. September beteiligten sich Russland, China, Indien, Pakistan, Kasachstan, Tadjikistan und Usbekistan an dem vom russischen Generalstabschef Gerassimow geführten Grossmanöver “TSENTR-2019” mit offiziell insgesamt 128’000 Mann.

In Phase I (Manövertage 1–3) wehrten die Kontingente aus sieben Staaten gemeinsam einen Angriff starker terroristischer Kräfte ab. In Phase II (Tage 4–6) gingen die vereinigten Armeen zum Gegenangriff über – selbstverständlich erfolgreich.

Wie amtlich zu erfahren war, gelangten 250 Kampfpanzer, 450 Schützenpanzer, 200 Geschütze und Mehrfachraketenwerfer, 600 Flugzeuge und Helikopter sowie 15 Kriegsschiffe zum Einsatz.

Russland misst dem Arktis-Krieg enorme Bedeutung zu.

Örtlich verteilten sich die Manöver auf den weitläufigen russischen Militärbezirk “TSENTR”, inbegriffen das Training russischer Streitkräfte in der Arktis. Auf acht grossen Waffenplätzen bekämpften die sieben Nationen den terroristischen Gegner:

  • Im Raum Orenburg: Donguz und Totsky
  • In Dagestan: Adanak
  • Bei Astrakhan: Ashuluk
  • Bei Chelyabinsk: Chebarkul
  • In der Region Kurgan: Safakulevo
  • Im Raum Altai und Kemerovo: Aleisky und Yurginsky

Das russische Bild zum chinesischen Angriff wurde offiziell von China verteilt.

Wie vor einem Jahr bei Grossmanöver “WOSTOK-2018” stellte China eine respektable Abordnung. Bemerkenswert war ebenso die parallele Teilnahme von Truppen der atomaren Erzgegner Indien und Pakistan. Beide Staaten beziehen Rüstungsgüter von Russland. Die Manöverleitung achtete darauf, indische und pakistanische Verbände zu trennen, wenngleich es ein Ereignis war, dass die seit 1947 verfeindeten Nationen zu trennen.

Indiens Delegation an der Eröffnungsfeier in Donguz.