Russische MiG-31BM fliegen erstmals über den Nordpol

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MiG-31 der russischen Luftwaffe.

Grosskampftag für Russlands Kampfflieger: Im Rahmen eines Grossmanövers operierten am 6. April 2021 zahlreiche Flugzeuge von Marine und Luftwaffe über der Polarregion. Neben Tu-160, Tu-142 und Su-33 waren auch zwei MiG-31 unterwegs – und sorgten für eine historische Premiere.

Wie kein anderer Staat rüstet Russland seine Streitkräfte für die Vormachtstellung in der Arktis. Auch den Nordpol haben die russischen Strategen im Blick, sei es durch Vorstösse von U-Booten, sei es durch spektakuläre Überflüge.

Tupolew Tu-160 über der Barentssee, Tu-142 auf Elf-Stunden-Patrouille entlang der Küste Norwegens, dazu zwei Su-33 als Eskorte und MiG-31BM über dem Nordpol: Russlands Streitkräfte sorgten am Montag dieser Woche für Hochbetrieb im arktischen Luftraum. Grund war eine großangelegte Kommando- und Personalschulung der russischen Nordflotte, die noch immer andauert, und in deren Rahmen bereits drei russische U-Boote öffentlichkeitswirksam durch anderthalb Meter dickes Eis an die Wasseroberfläche stießen. Zum ersten Mal überhaupt, wie die russische Marine hinterher stolz verkündete

Zum ersten Mal über den Nordpol

Doch nicht nur die Seebären der U-Boot-Flotte, auch die Marineflieger lieferten während der Großübung im hohen Norden einen historischen Moment: Erstmals überquerten am Montag zwei MiG-31BM während eines fünfstündigen Fluges den Nordpol.

Nikolai Jemenow, Befehshaber Marine.

Laut Angaben der Nachrichtenagentur Tass meldete der Oberbefehlshaber der russsischen Marine, Nikolai Jemenow, den Meilenstein persönlich an Präsident Putin und teilte mit: “Im Rahmen einer Arktisexpedition führten zwei MiG-31-Jets zum ersten Mal in der Geschichte der russischen Marine einen Flug über den Nordpol durch.” Unterwegs seien sie zweimal in der Luft betankt worden, so Jemenow weiter.