Roboter-Panzer: Kongsberg stellt der US Army Prototypen

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The Ripsaw M5 is pictured here with the MCT-30. Previously, the US Army had selected the vehicle to be the RCV-M prototype and has now decided that the MCT-30 will also be used. (Textron)

Die norwegische Rüstungsfirma Kongsberg Defence & Aerospace stellt dem amerikanischen Heer den Roboter-Prototypen für dessen unbemannten mittleren Kampfpanzer. Wie die US Army am 1. Juli 2020 mitteilt, geht es um den Prototypen des Robotic Combat Vehicle-Medium (RCV-M). Kongsberg liefere die PROTECTOR Medium Caliber Remote Weapon Station (MCT-30).

In Oslo gab Scott Burk, bei Kongsberg für die USA, bekannt, dass diese der zweite Prototypen-Auftrag für die Norweger ist. Schon zuvor hatte das amerikanische Heer mit Kongsberg einen Vertrag zum RCV-Light (RCV-L) abgeschlossen. Kongsberg stellt zu diesem leichteren Fahrzeug die Common Remotely Operated Weapon Station–Javelin (CROWS-J). Burk ergänzte, Kongsberg entwickle nun für die Amerikaner eine gemeinsame Architektur zum mittleren und leichten Modell: gemeinsames gepanzertes Fahrzeug, gemeinsame Feuerführung, gemeinsame Ausrüstung.

Das amerikanische Heer peilt ein ehrgeiziges Drei-Klassen-Ziel an: je ein leichtes, mittleres und schwereres Modell, die beide bemannt oder unbemannt eingesetzt werden können. Die Abkürzung für manned/unmanned teaming lautet MUM-T. Die US Army vergab ähnliche Aufträge für Prototypen bereits an amerikanische Firmen:

  • QinetiQ North America vier Prototypen RCV-L.
  • Textron stellt vier RCV-M Prototypen.

Mit Kongsberg erwächst den Amerikanern ernsthafte Konkurrenz. Die norwegische Staatsfirma ist auch in der Schweiz für vorzügliche Produkte bekannt, so für ferngesteuerte Waffenstationen in gepanzerten Fahrzeugen.