Rheinmetall bringt den 130-mm-Panzer KF51 Panther

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Der Kampfpanzer KF51 Panther.

Auf der Eurosatory 2022 präsentiert Rheinmetall seinen neuen Panther KF51unter dem Slogan: “Die Zukunft des Kampfpanzers”. Der deutsche Konzern stellt den Panzer, der einen berühmten Namen trägt, ausführlich vor. Im Zweiten Weltkrieg galten die Panther-Tanks als non plus ultra, wenn auch für die Wehrmacht gegen die russischen T-34 zu spät.

Der Panther des Zweiten Weltkriegs.

Zum Panther der Gegenwart schreibt Rheinmetall:

Der Panther ist der erste seiner Art: ein radikal neues Kampfpanzerkonzept, dessen Entwicklung nicht durch Technologien von gestern eingeschränkt wurde. Der Panther basiert auf einigen der neuesten technologischen Ansätze und wurde von Grund auf so konzipiert, dass er die folgenden Aspekte abdeckt:
  • Höchste Wirkung auf dem Gefechtsfeld kombiniert mit einem
  • Überlebensfähigkeitskonzept und durch ein
  • vollständig digitalisiertes NGVA-Datenbackbone vernetzt, das zu
  • Einsatzfähigkeit und Automatisierung der nächsten Generation führt.

Dies ermöglicht eine Verringerung der Besatzung und ebnet den Weg für unbemannte Geschützturmoptionen und Mensch-Maschine-Teaming.

Hochgradig wirksam.

Durch das von Rheinmetall entwickelte 130 mm Future Gun System (FGS) und des optimierten Sensor-Shooter Netzwerks wird eine schnelle Bekämpfung und hochgradige Wirkung im Ziel erreicht.

Hervorragend geschützt

Der erste Kampfpanzer, der ein integriertes Überlebenskonzept mit Sensoren an und außerhalb der Plattform sowie aktiven, reaktiven und passiven Schutztechnologien sowie einem speziellen Schutzsystem gegen Angriffe von oben (Top Attack) einsetzt.

Vollständig digitalisiert

Der Panther ist der erste Kampfpanzer, der auf einer digitalen Architektur basiert, die dem NGVA-Standard entspricht. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für zukünftige Entscheidungsunterstützungs- und Automatisierungssyste

Wirkung im Ziel

Der Panther erfüllt die Kernfähigkeit “Dominate and Destroy”. Mit dem Rheinmetall Future Gun System, bestehend aus einer 130 mm Kanone, einem vollautomatischen Munitionszuführungssystem und zusätzlichen Bewaffnungsoptionen wie der HERO 120 Loitering-Munition verfügt der Panther über geballte Feuerkraft für überlegene Wirkung auf hohe Reichweiten sowie bei der Bekämpfung von Mehrfachzielen.

Selten war die schiere Leistung eines Kampfpanzergeschützes so beeindruckend.

  • Das von Rheinmetall entwickelte Future Gun System ermöglicht eine um 50 Prozent höhere Reichweite (als 120 mm) bei einer konkurrenzlos hohen Kadenz durch den Autolader.
  • Ein 12.7 mm Koaxial-Maschinengewehr ergänzt das Hauptwaffensystem.
  • Mehrere Optionen für die Integration einer ferngesteuerten Waffenstation (RCWS) sorgen für Flexibilität bei der Nahverteidigung und Drohnenabwehr.
  • Die optionale HERO 120-Loitering-Munition erweitert die Angriffsfähigkeit des Panthers auf Ziele außerhalb der direkten Sichtlinie.
  • Je nach Rolle und Einsatzanforderungen kann ein LM-Starter montiert werden.

Alle Waffen sind über die vollständig digitalisierte Architektur mit den Zieloptiken und dem Feuerleitrechner verbunden, was ‚Hunter-Killer‘ und `Killer-Killer‘-Verfahren, nahtlose Zielbekämpfung und künftige KI-Entscheidungsunterstützung ermöglicht.

Überlebensfähigkeit

Der Panther verfügt über ein bahnbrechendes, voll integriertes, umfassendes und gewichtsoptimiertes Überlebenskonzept. Zusätzlich zu den klassischen Maßnahmen ermöglicht die digitale Architektur des Panthers eine Überlebensfähigkeit an Bord und außerhalb des Fahrzeugs, mit aktiven, reaktiven und passiven Schutztechnologien.

Der Panther ist mit einer Pre-Shot-Detection-Fähigkeit ausgestattet, die es ihm ermöglicht, zuerst zuzuschlagen. Bedrohungen von oben werden durch das Rheinmetall TAPS (Top Attack Protection System) abgewehrt. Das Schnellnebelschutzsystem ROSY ist Teil des Überlebenssystems, das vollständig in die digitalisierte Architektur integriert ist und zusätzliche Verteidigungsmaßnahmen ermöglicht. Das herausragende Merkmal der Überlebensfähigkeit ist zweifelsohne der aktive KE-Schutz, der das Schutzniveau erhöht, ohne das Systemgewicht zu beeinträchtigen.

Als System, das für den Einsatz in einem umkämpften elektromagnetischen Spektrum konzipiert wurde, ist der Panther vollständig Cyber-gehärtet.

Reaktiver und passiver Schutz

  • Sensorgestütztes reaktives System
  • Passiver Schutz

Aktiver Schutz

  • Schutz gegen KE-Wuchtmunition
  • Schutz gegen ATGM

ROSY Schnellnebelschutzsystem

Top-Attack-Schutzsystem (TAPS)

Minenschutz

Rheinmetall Drohnen

Pre-Shot Erkennungsfähigkeit

59 Tonnen schwer, mobil.

Mobilität

Das Einsatzgewicht von nur 59 Tonnen bietet eine weitaus grössere Mobilität als derzeitige Systeme bieten können. Damit gehört der Panther zu den kampfstärksten Systemen und passt auch ohne Vorbereitung in das Tunnelprofil AMovP-4L – eine Anforderung, die kein aktueller Kampfpanzer erfüllt. Folglich zeichnet sich der Panther durch seine taktische und strategische Mobilität aus.

  • Gefechtsgewicht: < 50 t
  • Reichweite: > 500 km
  • Passt in das Tunnelprofil AMovP-4L
Das Konzept

Der Panther ist ein wirklich softwaredefinierter Panzer, der vollständig in der Lage ist, Informationen auf dem Multidomain Gefechtsfeld zu sammeln, zu verarbeiten und zu verteilen. Die Integration moderner BMS- und softwaredefinierter Kommunikationssysteme ermöglicht es den Streitkräften, in kollaborativen Kampfumgebungen zu operieren, z. B. in plattformübergreifenden Sensor-Shooter Netzwerken.

Der Panther ist so ausgelegt, dass er zugewiesene unbemannte Luftfahrzeuge wie Onboard- oder Offboard-Drohnen, Loitering Munition und eine Reihe von unbemannten Bodenfahrzeugen steuern kann.

Das vollständig digitalisierte System und die gemeinsamen Bedienerstationen ermöglichen ein echtes Mensch-Maschine-Teaming und die Steuerung von unbemannten Systemen, die Fähigkeiten wie Flugabwehr- und Drohnenabwehr auf Zugebene abdecken.

Führung

Basierend auf den Bedürfnissen der Besatzung haben wir Bedienerstationen entwickelt, die in ihrer Integration unübertroffen sind.

Der Panther ist für eine dreiköpfige Besatzung ausgelegt und unterstützt damit zukünftige Streitkräftestrukturen mit einer geringeren Anzahl von Soldaten. Im Fahrgestell befinden sich zwei Bedienerplätze für die Besatzung, einer für den Fahrer und ein optionaler Bedienerplatz für den Kompaniechef, einen Drohnenbediener oder einen Wingman Piloten.

Die vollständig digitalisierte NGVA-Architektur ermöglicht eine nahtlose Integration von Sensoren und Effektoren sowohl innerhalb der Plattform als auch plattformübergreifend. Sensor- und Waffenkontrollaufgaben können sofort zwischen Besatzungsmitgliedern weitergegeben werden. Jeder Bedienerplatz kann Aufgaben und Rollen von anderen übernehmen, ohne dass die Funktionalität eingeschränkt wird.

Da die Steuerung des Turms und der Waffen auch an den fahrgestellbasierten Bedienerplätzen erfolgen kann, sind für die Zukunft auch unbemannte Türme und ferngesteuerte Panther geplant

Nachhaltigkeit

Neues Konzept.

Mit dem Panther wird ein völlig neues Kampfpanzerkonzept ins Leben gerufen, das nicht durch die Überlegungen zu aktuellen Kampfpanzern eingeschränkt ist. Er ist von Grund auf so konzipiert, dass er leicht aktualisiert und mit den neuesten Fähigkeiten und Funktionen ausgestattet werden kann. Die modulare, offene Systemarchitektur der NGVA ermöglicht eine spiralförmige Entwicklung, die im Einklang mit den Innovationszyklen regelmäßig aktualisiert werden kann.

Der Panther ist der erste Vertreter einer neuen Kampfpanzerfamilie. In naher Zukunft wird es weitere Innovationen geben, die aktiv einen umweltfreundlichen Einsatz in Friedenszeiten und eine weitere Optimierung in Bezug auf Automatisierung und Effektivität unterstützen.