Raynald Droz – ganz einfach

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Raynald Droz. Allein schon der Badge beantwortet Losers Frage: Droz dient im Kdo Op. Bei den Ribbons gelb zentral das Richterabzeichen, der Stolz der Kanoniere.

Beim samstäglichen Lesen des “Tagi-Magi”, des Magazins des Zürcher Tages-Anzeigers, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zwei Wochen nach dem positiven Porträt von Brigadier Raynald Droz schreibt der ultralinke Kolumnist Philipp Loser: “Tatsächlich hat niemand besser kommuniziert als die Armee, niemand hat der Erwartungshaltung der Bevölkerung besser entsprochen. Und zuvorderst stand dieser Mann, der wusste, was zu tun war.”

Siehe auch > “Die Armee war besser” und Br Droz, Teil 4 – Wer ist Raynald Droz? und Tagi zählt Br Droz zu den fünf “Gewinnern”

Woooooooow! Und das im “Tagi-Magi”, erneut. Nur eine Frage Losers stösst einen Moment lang auf, lässt sich jedoch leicht beantworten. Loser fragt: “Keine Ahnung, wo unser Militär diesen Brigadier ausgegraben hat.” Ganz einfach:

  • Die Armee musste Droz nicht ausgraben. Denn erstens dient Brigadier Droz der Armee und unserem Land als Stabschef des Kommandos Operationen. Als solcher gehörte er in der Coronakrise zu den wenigen, die über den Einsatz “CORONA 20” umfassend im Bild waren. Das Kommando Operationen zeichnet, wie es sein Name sagt, verantwortlich für die Operationen, für die Einsätze der Armee.
  • Beim Stabschef liefen und laufen all die Meldungen, Nachrichten, Informationen zusammen, die der Sprecher der Armee in der Krise brauchte, um aktuell, kompetent und glaubwürdig aufzutreten. Das gelang Raynald Droz in hohem Mass.
  • Zweitens brachte Droz die Sprachkenntnisse mit, welche die heikle Bundespressekonferenz erfordert. Im Medienzentrum machen es sich Romand-Redaktoren zum Sport, Deutschschweizern in ihrer Muttersprache auf den Zahn zu füllen, um nicht zu sagen: sie aufs Glatteis zu führen (das gilt bei welschen Parlamentariern auch für Bundesrat-Hearings; die Dolmetscherin Karin Keller-Sutter holte die Note 6, im Gegensatz zu anderen, die abstürzten).
  • Raynald Droz als Romand hatte dieses Problem nicht. Zudem studierte er Nautik in Genua, weshalb er perfekt Italienisch spricht – plus Deutsch. Die deutsche Sprache beherrscht er als Artillerie-Instruktor und aus seinen Jahren als Kommandant des Inf DD Kdo 14, in Aarau und im Reppischtal.
  • Drittens ist Droz ein geborener Kommunikator, präsent, schlagfertig, kurz, prägnant, in drei Landessprachen mit geschliffenem Wortschatz. Wie Loser selber konstatiert: “Raynald Droz, das Gesicht der Armee, war genau das, was die Bevölkerung offenbar erwartete: ein Soldat wie aus dem Film.” Welch letztere Typisierung wir einmal so stehen lassen.