Putins 1. Gardepanzerarmee bedroht Kiew

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  • Die neue russische Truppenkonzentration an Ukraines Grenze ist schwer einzuschätzen. Stand heute, 4. November 2021, 17.15 Uhr, melden die Nachrichtendienste rund 90’000 Mann.
  • Während der Aufregung im Frühjahr 2021 waren es über 100’000 Mann. Zu bedenken ist freilich, dass der russische Generalstab entlang der ukrainischen Nord- und Ostgrenze stets starke Kampfverbände stationiert.
  • Was die Weltpresse jeweils aufschreckt, sind Verstärkungen; sei es in Manövern, sei es als Drohgebärde, ja Säbelrasseln gegenüber der verfeindeten Ukraine, der Russland 2014 die Krim und die Industrieprovinzen Donezk und Luhansk entriss.
  • Die Ukraine gehört der NATO nicht an. Das weiss Präsident Putin zu verhindern. Wie im Frühling spricht Joe Biden seinem ukrainischen Amtskollegen Volodymyr Zelensky gut zu. Eine Beistandsverpflichtung gemäss Art. 5 der NATO-Charta haben die USA aber nicht.
  • Dafür geben sie Satelittenfotos frei, welche Russlands Truppen zeigen. In der Interpretation übernehmen wir die Bildlegenden der Amerikaner. Die Fotografien wurden am 1. November 2021 über Yelnya aufgenommen.
  • Die USA schreiben die Verlagerung schwergewichtig der 1. Gardepanzerarmee zu, die in der Regel näher zur Hauptstadt Moskau stationiert ist. Hervorgehoben wird in einzelnen Statements die 4. Panzerdivision mit ihren T-80-Tanks.

Das soll selbstfahrende Artillerie sein, womöglich mit der MSTA-S-152-mm-Panzerhaubitze.

Die amerikanische Interpretation deutet auf das Zeltlager eines Mot-Schützenverbandes hin.