Polizei schafft stärkere Waffen an

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Deutscher Polizist mit Sturmgewehr G36, Helm, Weste und Schutzbrille.

In Deutschland erzielen Polizisten mit der Waffe nicht immer die durchschlagende Wirkung, die erforderlich ist:

  • Wohl erzielen sie im Training Treffer von 80–90%, aber im Einsatz sinkt die Quote auf 25%.
  • Im wahrsten Sinn des Wortes sind die deutschen Polizeiwaffen nicht stets durchschlagend genug.

Es geht um absolute Not- und Notwehrlagen, in den der Gebrauch der Schusswaffe unabdingbar ist. Die Mehrheit der deutschen Polizisten wird pensioniert, ohne dass sie die Waffe scharf einsetzen mussten. Das Leben ist nicht ganz so wie der Fernseh-Krimi.

Hamburg: Schiesstraining in Dunkelbalu, nicht mehr in Grün (pl).

  • Die deutschen Polizeikorps rüsten jetzt auf. Von Heckler & Koch kaufte Hessen 130 Sturmgewehre G36, wie sie die Bundeswehr einsetzt. Bestellt sind 1500 Mitteldistanzwaffen G38.
  • Die gebräuchliche Polizeipatrone weist jetzt eine Spitze aus Kunststoff auf, die sich Getroffenen verformt und Gewebe zerstört – mit mehr Wirkung als die alte Vollmantelpatrone.
  • Helme, Schutzbrillen und -westen sind Standard.
  • Zur Ausbildung bauen die Korps neue Anlagen, wie sie Armeen seit längerer Zeit kennen (so die Schweiz in den GAZ Ost und West in Walenstadt, St. Luzisteig und Bure). In Hamburg kommt ein Polizist im Jahr auf 250 Trainingsschuss – nicht mehr im Schiesskanal, sondern mit realistischen Szenarien, denen er im Ernstfall jeden Tag begegnen kann.

Von Hessen bestellt: 1500 Gewehre G38 (hk).