BISS – Offensive – zu offensiv?

Standard

 

 

 

Heute redete Bundesrat Berset im Bundesmedienzentrum von der Impf-Offensive. Prompt kam die erste Wortmeldung eines welschen Journalisten: Er beanstandete das Wort “Offensive” als zu martialisch.

Mon Dieu! Wie weit sind wir gekommen in Bundesbern!

Jedes Eishockey-Team hat Offensiv- und Defensiv-Blöcke, letzte genannt auch die Checkers. Und Offensiv-Verteidiger – kein Widerspruch in sich selbst – greifen an, geben Pässe und schiessen manchmal ein Tor.

Firmen fahren offensive Strategien, Parteien gehen mit dem Referendum offensiv gegen missliebige Gesetze vor – und ja, Armeen planen Angriffe, ziehen Offensiven durch und siegen.

Aber was soll das, gleich zu Beginn einer Fragerunde meckern, weil dem Pazifisten ein Alltagswort zu kriegerisch ist?

Aber das entspringt der Mentalität und dem Dünkel, der die Bundeshauspresse beherrscht.

PS. Das Buch der Panzeroffiziere Fred Heer, Marc Lenzin und Stefan Bühler über die “grossen Panzeroffensiven” ist ein Riesenerfolg – ein Dauerläufer oder “Longselller”, wie die Buchhändler sagen. Bald kommt die 2. Auflage.