Neun Tote – Marine Corps feuert Kommandanten

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Das US Marine Corps (USMC) versteht sich zu Recht als Eliteverband. Am 13. Oktober 2020 meldet das USMC: Lt Gen Karsten Heckl, Befehlshaber der First Marine Expeditionary Force und mithin Nach-Nach-Nachfolger des legendären Generals Jim Mattis, entzog Lt Col Michael Regner, dem Kommandanten des Battalion Landing Team, 1st Battalion, 4th Marine Regiment, die Befehlsgewalt und setzt ihn von seinem Kommando ab.

  • Die Kommando-Enthebung geht auf einen schweren Unfall mit Todesfolge zurück, der sich am 30. Juli 2020 vor der Küsten von Südkalifornien ereignet hatte. Trotz schwerer See zog Lt Col Regner ein Training mit einem voll besetzten Landungsboot durch.
  • Dabei sank das Boot jäh. Es riss neun Marines und Matrosen der US Navy in den Tod. Sieben Marine-Infanteristen (Marines) überlebten den schweren “Unfall”.
  • Lt Gen Karsten Heckl ist als konsequenter, harter Offizier bekannt. Er begründete Regners Kommando-Enthebung mit dem “Verlust von Vertrauen und Sicherheit in Bezug auf die Fähigkeit, Truppen zu befehligen, aufgrund der Vorfälle beim Angriff des gesunkenen Landungsbootes.” Das USMC und die US Navy hätten den Verlust von neun Marines und Matrosen gründlich untersucht und seien zum Schluss gekommen, dass Lt Col Regner kein Kommando mehr ausüben dürfe.
  • Regners Verband war zum Zeitpunkt des Unglücks in Camp Pendleton bei San Diego stationiert. Das Landungsboot sank in der Nähe der Insel San Clemente. Der Pazifik ist dort rund 128 Meter tief. Die gestorbenen Soldaten konnten alle geborgen werden.