Militärdenkmäler, Erinnerungstafeln, Inschriften

Standard

 

Der steinerne Adler auf dem Simplon.

Unverhofft kommt oft. Da öffnet man die Post – und nimmt ein Juwel zur Hand: eine 182-seitige, reich bebilderte Broschüre zu den Militärdenkmälern, Erinnerungstafeln und Inschriften der Schweiz.

Die beiden Militärhistoriker Peter Reichert, Basel, und Walter Troxler, Luzern, trugen in sorgfältiger Arbeit den Bestand militärischer Kulturgüter zusammen, die an Schweizer Soldaten erinnern und sie ehren.

Zitieren wir die beiden Autoren:

  • “Weit über hundert grössere und kleinere Erinnerungszeichen aller Art, verborgen oder auch weithin sichtbar, stehen in allen Teilen der Schweiz und erinnern uns an die treue Landeswacht unserer Soldaten.”
  • “Es sind aber auch Gedenkstätten an die 4’561 Soldaten, die ihr Leben im letzten Aktivdienst hingeben mussten. Eines Tages wird der Tod des Einzelnen vergessen sein, aber das Andenken an ihr Sterben für unsere Freiheit wird bleiben.”

Mit Schmerz liest man, welch barbarischen Akt der Thurgau am Soldatendenkmal in Frauenfeld beging. Der steinerne Soldat von Otto Schilt wurde aus der Symmetrieachse des Gedenkplatzes an eine Zeughauswand verbannt – und schlimmer noch: Die vier Broncetafeln mit den Namen der verstorbenen Wehrmänner wurden schändlich entfernt.

Peter Reichert, ein treuer Freund und Genossenschafter der Zeitschrift, die zu redigieren ich 14 Jahre die Ehre hatte, und der unermüdliche Werner Troxler verdienen Dank und Anerkennung für ihre enorme Arbeit – dies in einer Zeit des Vergessens und des Versuches der Armeegegner, alles Militärische zu marginalisieren.

Oder wie das Zitat besagt, dass die beiden Autoren ihrem Werk voranstellen: “Die Soldatendenkmäler sind unentbehrliche Übermittler lebendiger Kräfte der Vergangenheit”.

Dr. Peter Forster