BISS – Man schlägt den Sack und meint den Esel.

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Unter politischem Beschuss: General Mark Milley.

 

Siehe auch > BISS – Pentagon: Muss General Austin gehen?

Nicht ganz unerwartet gerät in Washington nun auch der Generalstabschef, der 63-jährige General Mark Milley, politisch unter Beschuss. Seine Kritiker suchen ihn militärisch für die Katastrophe von Kabul verantwortlich zu machen und fordern seinen Rücktritt. Vorgeworfen wird Milley:

  • Schlechte Planung der finalen Rückzugsphase in Afghanistan.
  • Schlechte Beratung des Präsidenten in seiner Position als oberster Soldat der Streitkräfte.
  • Ungenügende Absicherung des Abzugs der amerikanischen Armee aus Afghanistan.
  • Feigheit. Unwahre Information der Öffentlichkeit.

Parteipolitisch kommt die harte Kritik an General Milley vornehmlich aus dem rechten, dem republikanischen Lager. Man schlägt den Sack (Milley) und meint den Esel (Biden).

1. Juni 2020: Trump, Esper, Milley auf dem Marsch zur St. John’s Church.

Mark Milley hat eine dicke Haut. Schon einmal, am 1.Juni 2020, geriet er ins politische Kreuzfeuer: Im Kampfanzug marschierte er mit Donald Trump und Pentagon-Chef Esper vom Weissen Haus zur St. John’s Church, nachdem der Präsident den Weg militärisch geräumt hatte. Dabei setzte er Truppen der Nationalgarde ein.

Milley wurde parteipolitische Einflussnahme vorgeworfen. Unter Beschuss nahmen ihn die Demokraten. Der General entschuldigte sich für seinen Fehler.

Regulärer Turnus bis 2023

Als Trump den am 1. Oktober 2019 überraschend den Heeresgeneral Milley zum Chief ot the Joint Chiefs of Staff einsetzte. In der Regel dienen Offiziere in dieser höchsten Position vier Jahre. Nach dem regulären Turnus endet Milleys Dienstzeit Ende September 2023.

Joe Biden trat sein Amt ausdrücklich mit dem Versprechen, er werde auf Kontinuität achten und sein Personal nicht so rücksichtslos verschleissen wie Trump.Das kann jetzt auch für den Verteidigungsminister General Lloyd Austin gelten, den Republikaner wie den Präsidenten und den Generalstabschef angreifen.

Auch er steht in der Kritik: General Austin, der Pentagon-Chef.