Konrad Alder tritt Nationalrätin Schlatter wuchtig entgegen

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Konrad Alder, Herausgeber des NACHBRENNERS, schrieb der grünen Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter am 28. Juli 2020:

Als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission unseres Nationalrates mit einem besonderen Einblick in das aktuell laufende Auswahl- und Beschaffungsverfahren für ein neues Kampfflugzeug werden Sie im Artikel “Die Kampfjet-Gegner machen mobil” vom 26.07.2020 in der Zeitung Blick wie folgt zitiert:

QUOTE:
“Das VBS drängt auf eine unnötig teure Lösung», sagt die Grünen-National­rätin Marionna Schlatter (39, ZH). Mit der Schweiz vergleichbare Länder hätten wesentlich günstigere Massnahmen zur Sicherung ihrer Lufträume getroffen.”
UNQUOTE:

Sie und ich wissen, dass das nicht stimmt!

Fakt ist: Alle mit uns vergleichbaren europäischen Staaten, wie Schweden, Norwegen, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Polen und last but not least Finnland (Ersatzplanung F/A-18 mit Typenentscheid für 2021 erwartet; Ziel 1:1 Ersatz der ursprünglich beschafften Flotte von 64 F/A-18) beschaffen zurzeit Hochleistungskampfflugzeuge mit einem Kapitaleinsatz > unserer geplanten Investition (Mit unserem Gesamtbetrag von CHF 6Mrd. beschaffen wir  neben den Kampfflugzeugen im Übrigen auch diverse Nutzlasten (Munition/Sensorik), Ersatzteile, Simulatoren und bezahlen die Ausbildung und die notwendigen Infrastrukturanpassungen!).

Wohl aus Gründen der Parteiraison gaukeln Sie mit ihrer Aussage dem Leser und Stimmbürger vor, dass unser Land im Begriffe sei, eine Luxuslösung für den Schutz unseres Luftraumes zu beschaffen! Was für eine Parlamentarierin ebenfalls ein absolut unzulässiges und völlig unkorrektes Verhalten ist!

Ich zitiere unseren in dieser Frage in der Führungsverantwortung stehenden Kdt Luftwaffe, Divisionär Bernhard Müller im Interview vom 21.07.2020 mit der gleichen Zeitung:

Luftwaffen-Chef Bernhard Müller im Blick-Interview vom 21. Juli 2020:

Blick: Für den normalen Luftpolizeidienst sind laut Bundesrat gerade mal acht Jets nötig. Mit den geplanten 30 bis 40 neuen Fliegern aber könnte die Schweiz in einer Krise kaum bestehen. Der Plan scheint weder Fisch noch Vogel zu sein.

Kdt Luftwaffe: Praktisch alle grossen Systeme der Armee sind am Ende ihrer Lebensdauer. Der Erneuerungsbedarf ist enorm. Das heisst, die Armee kann nicht nur in neue Kampfflugzeuge investieren, sonst könnten wir wie einst eigentlich geplant 55 bis 70 Flugzeuge beschaffen. Die Weiterentwicklung der Armee muss unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten ausgewogen erfolgen. Der Bundesrat hat sich deshalb für einen Mittelweg entschieden.

Blick: Heisst: Aus militärischer Sicht braucht es mehr Flieger, politisch liegt aber nicht mehr drin?

Kdt Luftwaffe: Richtig.