Klettverschluss für Pannen-Tanker KC-46 Pegasus!

Standard

 

Der Boeing KC-46A Pegasus soll die alten KC-135-Stratotanker ersetzen.

Bekanntlich lieferten sie Boeing und Airbus ein episches Ringen um die Nachfolge der amerikanischen Stratotanker KC-135. Viel stand auf dem Spiel. Die US Air Force ist weltweit engagiert. Wie keine andere Luftwaffe ist sie auf Tankflugzeuge angewiesen. Derzeit stützt sie sich auf 148 KC-135R und 24 KC-135T Stratotanker.
Nachdem zuerst Airbus das Rennen gemacht hatte, setzte in Washington die Politik dann als Nachfolger doch den Boeing KC-46A Pegasus durch.
So versteht jeder: Die Verlierer beobachten über den Atlantik hinweg genau, was mit dem Pegasus passiert. Denn der KC-46A “geniesst” den Ruf des Pannen-Tankers. Immer wieder werfen Mängel das Projekt zurück. Die Air Force wartet auf die Pegasus: Die KC-135 werden nicht jünger und müssen ersetzt werden.
Verständlich ist sodann: Auch die deutsche Fachpresse richtet ihr Augenmerk auf den Pegasus. Die kompetente Flugrevue berichtet von einem neuen Mangel und dessen erstaunlicher Behebung – frei nach dem Sprichwort: “Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.”

Die Boeing KC-46A basiert auf der Frachtversion der 767-200 – und soll bei der US Air Force die alten KC-135 ersetzen. Doch das dauert…

PANNEN-TANKER – KC-46A Boeing löst neues Pegasus-Problem mit Klettverschluss

Neuer Wirbel um die KC-46A Pegasus: Boeing hat bei dem Tanker einen weiteren Mangel entdeckt: Eine Verkleidung verhindert, dass sich Notausgänge öffnen lassen. Doch im Unterschied zu anderen Problemen lässt sich der neue Missstand rasch beheben – zumindest temporär.

Die Liste der Mängel, mit denen sich Boeing bei der KC-46A konfrontiert sind, wird eher länger als kürzer. Seit Jahren schlägt sich der neue Tanker für die US Air Force mit gravierenden Defiziten herum, die weit größere Dimensionen besitzen als die kaum vermeidbaren Kinderkrankheiten. Nicht weniger als sieben Mängel der Kategorie 1 standen Ende 2021 noch im Lastenheft für die KC-46A. Mängel dieser Stufe gefährden per Definition die Einsatzfähigkeit der Staffel oder können zum Verlust des Waffensystems, Todesfällen sowie schweren Verletzungen führen – sind also kein Kleinkram.

Ungelöst bleiben zum Beispiel die Probleme mit dem “Remote Vision System” für den Bediener des Tankauslegers. Die hierfür eingesetzten Kameras und Sensoren vermitteln bei bestimmten Lichtverhältnissen irreführende Eindrücke. Boeing arbeitet an einem Neuentwurf des Systems, da Software-Updates keine Besserung brachten. Auch der Tankausleger selbst wird nachgebessert. Doch das dauert Jahre: Die erste mängelfreie Pegasus wird nach Angaben der US Air Force nicht vor 2024 erwartet.