Israel 4: Der kleine, feine Unterschied – zur Schweiz

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Verzichtet Israel auf Kampfjets? Mitnichten! Schon stehen zwei Staffeln F-35I Adir im Kriegseinsatz: die 140. und die 116.

Siehe auch > Achtung! Der “Experte” hat eigene Firma > Drohnenabwehr und Die Beweise zum “Militärexperten”

 

  • In der drei vorangegangenen Beiträgen berichten wir positiv über Israels Luftwaffe, ihren “historischen” Besuch in Deutschland und ihren Kommandanten Amikar Norkin.
  • In den folgenden kurzen Gedanken zu den Luftwaffen Israels und der Schweiz scheint ein israelischer Offizier, der pensionierte Brigadegeneral Tzvika Heimowitz, nicht ganz so positiv auf. Er liess sich von Radio SRF aus der Ferne zu einem vernichtenden Propaganda-Beitrag gegen Bundesrätin Amherds Kampfjet-Vorlage hinreissen.

“Experte” gegen Kampfjets

  • Heimowitz (geschrieben auch Zvika Haimovich) liess an der Vorlage nicht einen einzigen guten Faden. Die Schweiz müsse sich vorrangig gegen tieffliegende Drohnen rüsten und könne überhaupt auf Jets verzichten. Zuerst lachte er am Telefon laut auf. Dann bezeichnete er in stark gebrochenem, gutturalem Englisch die sechs Milliarden als joke, als Witz.
  • Ohne die Schweizer Politik auch nur annähernd zu kennen, forderte Heimowitz für die Schweiz subito Flab-Waffen aller Stufen – nur ja keine Kampfflugzeuge.
  • Radio SRF strahlte die Philippika aus Israel in der Folge mehrmals aus. Heimowitz ist gewiss ein ehrenhafter Mann, aber derart plump und falsch hätte er nicht in unseren Abstimmungskampf eingreifen dürfen. Namentlich übersah er den kleinen, feinen Unterschied, der Israel und die Schweiz trennt. Seit Israels  erstem Tag, seit dem 14. Mai 1948, befindet sich das Land im Kriegszustand! Die Schweiz nicht.

Auch Israel hat Kampfjets – und wie!

Heimowitz, der in der Raketentruppe gedient hatte, übersah geflissentlich, dass Israels Luftwaffe jeden Tag den stärkste Kampfjet-Verband des ganzen Nahen Ostens einsetzt – permanent, unablässig, in allen Aufträgen, die eine Luftwaffe, die auf sich hält, erfüllen muss:

  • Fighter: 58 > alles F-15A/B/C/D Eagle.
  • Fighter ground attack: 266 > F-15, F-16, neu zwei Staffeln F-35.
  • Intelligence, surveillance, reconnasance: 6 RC-12D.
  • Dass Israel zusätzlich zu dieser Kampfwaffe auch über ein redoutables Arsenal an Kampfhelikoptern, Frachtern, Tankern, EKF- und AWACS-Maschinen verfügt, sei nur am Rande erwähnt.

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Noch immer bilden 225 F-16I das Rückgrat der IAF-

Wie da ein ex-Brigadier über 3’000 Kilometer hinweg einer Armee, deren Auftrag er überhaupt nicht kennt, “befehlen” kann, sie müsse auf Kampfjets verzichten, muss auf den Umstand zurückgeführt werden, dass er eindeutig in die Anti-VBS- und Anti-Armee-Kampagne der GSoA eingespannt wurde.

Divisionär Bernhard Müller konterte sachlich

Sachlich wie stets konterte Divisionär Müller, selber Pilot und Kommandant der Luftwaffe, die Anwürfe aus dem Orient zu 100% korrekt und kompetent:

  • Erstens bilde die Kampfjet-Beschaffung einen wichtigen Teil des Gesamtprojekts “AIR2030”. Gleichwertig und in perfekter Abstimmung mit dem Kampfjet-Vorhaben sei BODLUV geplant, die moderne bodengestützte Luftverteidigung in enger Kooperation mit der luftgestützten Luftverteidigung.
  • BODLUV komme sehr wohl dran. Nur gab Divisionär Müller dem Israeli klar zu verstehen, dass die Schweiz keine Subito-Politik wie Israel als Staat im permanenten Kriegszustand kennt. Die Beschaffung der Flab-Mittel geschehe gestaffelt, wie es der Schweizer Finanzpolitik angemessen ist.

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Nicht zu vergessen die 83 Jäger und Erdkämpfer F-15.