IRIS-T SLS besteht Tests in Schweden

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In Schweden hat die deutsche Firma Diehl mit ihrer IRIS-T-Rakete eine weitere Hürde erfolgreich genommen. Die IRIS-T ist zentraler Bestandteil des schwedischen Systems RBS 98. Diehl Defence ist in Nussdorf bei Überlingen am Bodensee beheimatet und gehört zur noblen Familienfirma Diehl mit Hauptsitz in Nürnberg. Die IRIS-T hatte die erste Evaluation der Schweizer BODLUV gewonnen; doch dann warf Parmelin das Vorhaben in einer unsäglichen Nacht- und Nebel-Aktion zurück.

Das neue Luftverteidigungssystem RBS 98 ist erfolgreich getestet worden. Seit dem 5. November wurde das System auf dem Schiessplatz Vidsel erprobt. Nach diesen Übernahmetests seien vor der Einführung in die Truppe lediglich noch geringfügige Softwareänderungen notwendig, so die schwedische Beschaffungsbehörde Försvarets materielverk (FMV).

Den Kern des Luftverteidigungssystems bilden die IRIS-T-Raketen (Infra Red Imaging-Thrust Vector controlled) von Diehl Defence, die in der Version IRIS-T SLS (Surface launched short range) verwendet werden.

Schweden ist die erste Nation, die das offene Systemdesign der neu entwickelten Familie für bodengestützte Luftverteidigung (Ground Based Air Defence, GBAD) nutzt und Systemelemente (Sensoren/Radare, Führungs- und Leitsysteme, Kommunikationssysteme) verschiedener Hersteller zu einem einzigen leistungsfähigen Waffensystem kombiniert und integriert. RBS 98 nutzt als Träger den knickgelenkten BV 410 von BAE Systems/Hägglunds.

Abgesehen von einer kleinen Software-Anpassung ist RBS 98 dasselbe System, das im Kampfjet Jas 39 Gripen verwendet wird. In naher Zukunft wird das RBS 98 durch das Luftverteidigungssystem Patriot für die mittlere Reichweite ergänzt. (Lauftext aus ESUT)