In eigener Sache: 700’000 Besucher

Standard

 

Am 13. Februar 2022 meldeten wir auf diesem Blog den 600’000. Besucher. Wohl zogen sich über der Ukraine schwarze Wolken zusammen; aber niemand konnte schon wissen, was dann wann, wie, wo kam: der erste grosse Krieg zwischen in Europa seit 1945.

Mit gedämpftem Trommelklang melden wir einen Monat später, am 13. März 2022, den 700’000. Besucher. Im Angesicht des Leides, das der Krieg über Soldaten und Bürger zweier Brudervölker bringt, ist die Statistik einer digitalen Zeitung unerheblich, marginal. Bemerkenswert ist nur, dass die Zahl der Besucher innert Monatsfrist, in 28 Tagen, um 100’000 stieg. Seit dem 22. Februar, als Putin die Donbass-“Republiken” anerkannte, übertrifft die Besucherzahl die Höchstmarke vom 15. August 2021 (Kabul) um ein Mehrfaches; jeden Tag.

Anlass ist erneut zu Dank:

  • Zuerst an Sie, sehr geehrte Leserinnen und Leser, für Ihre Treue; auch für die Motivation an die Adresse der Redaktion. Kriege stellen jede Redaktion vor eine besondere Herausforderung. “Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst”. Oder Bismarck: “Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, im Krieg und nach der Jagd.”
  • Welche Kriegspartei lügt? Beide? Auf welche Quellen kann man sich verlassen? Wer macht Stimmung, auch in der Schweiz? Wie reagieren wie auf einen Hype, wie wir in derzeit erleben?
  • Wir suchen unseren Grundsätzen treu zu bleiben, auch im Krieg, selbst im Hype. Sie, geehrte Leserschaft, bestätigen uns mit ihrem Zuspruch, dass unser Kurs nicht so schlecht liegt – immer im Wissen, dass es in einer derart aufgeladenen Stimmung keine Redaktion allen recht machen kann. Zudem erfolgt Kriegsberichterstattung stets unter Zeitdruck und in widersprüchlicher Nachrichtenlage.
  • Gerne danken wir unserer stets wachsenden Leserschaft in Deutschland und Österreich, wie auch den Lesern in den USA, in Frankreich, Israel, den Niederlanden und Grossbritannien.
  • Ein grosser Dank gilt dem Korrespondentenstab. 1973, im Yom-Kippur-Krieg, gab es noch kein Internet, kein Mail. Die Hauptquellen waren die abendlichen Pressekonferenzen und Bulletins der Kriegsparteien. Heutzutage überschwemmt uns das Netz mit wahrem, halbwahrem und erlogenem Stoff.
  • Da die Spreu vom Weizen zu trennen, erfordert ein eingespieltes Team, das auch im Krieg vertrauensvoll kooperiert. Habt Dank, Ihr Korrespondentinnen und Korrespondenten! Nur dank Euch gelingt der permanente, zuverlässige Nachrichtenfluss, der die Grundlage einer jeden redaktionellen Arbeit bildet.

Wenn man am 18. Kriegstag eine Hoffnung ausdrücken darf, dann die: dass die politisch Verantwortlichen, allen voran die Kriegstreiber im Kreml, irgendwann ein Einsehen haben und das unsägliche Leiden beenden. Irgendwann! Da bleiben wir der ehernen Regel treu: Es wird nur prophezeit, was von heute an in 50 Jahren ist …

Dr. Peter Forster