Hope Hicks, Trumps Corona-Spreaderin

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Hope Hicks, Trumps persönliche Beraterin.

Präsident Trumps Corona-Erkrankung wird entweder auf einen ungeschützten Anlass, die Präsentation der Richterkandidatin Barrett, oder dann auf seine persönliche Beraterin Hope Hicks zurückgeführt. Wer ist die 31-jährige Hope Hicks, die den Präsidenten namentlich in seiner PR-Arbeit berät? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmet ihr das folgende Porträt:

Als Hope Hicks in Donald Trumps Dienste trat, hatte sie einen rasanten Aufstieg hinter sich. Nach einem Bachelorabschluss in Englisch an der texanischen Southern Methodist University arbeitete sie für verschiedene New Yorker PR-Firmen. In dieser Rolle bearbeitete sie ab 2012 Aufträge von Ivanka Trumps Modelinie, bevor sie zwei Jahre später ganz in das Unternehmen von deren Vater wechselte. Der war damals ein aus dem Fernsehen bekannter Immobilientycoon.

Kompetent mit Stallgeruch

Als Donald Trump wenig später, im Januar 2015, mit den Vorbereitungen seiner Präsidentschaftskandidatur begann, bat er Hicks, seinem Team als Pressechefin beizutreten. Für sie kam der Schritt überraschend; sie willigte ein, bei der Planung auszuhelfen. Doch dann wurde aus den Gedankenspielen Ernst, und Hicks musste sich im Sommer entscheiden, ob sie weiter für die Kampagne arbeiten wollte. Hicks mag geahnt haben, was auf sie zukommen würde. Sie zögerte lange. Es heisst, der Patriarch habe sie lange dazu überreden müssen, an Bord zu bleiben.

Hope Hicks nach der Debatte von Cleveland (23. September 2020).

Der Schlüssel zu Donald Trumps Wertschätzung war seine Tochter. Hicks machte als PR-Beraterin Eindruck auf Ivanka Trump, über die ein Journalist einmal schrieb, sie gehöre zu den wenigen weiblichen Firmenchefs, die anderen Frauen helfen. Es ist die absolute, bedingungslose Loyalität, gepaart mit Intelligenz, die Donald Trump an seiner Tochter so schätzt und in Hope Hicks wiederzufinden glaubt. Natürlich umgibt sich der  Nach dem Wahlsieg wurde für Hicks ein neuer Beraterposten im Stab des Präsidenten geschaffen: Als Direktorin für strategische Kommunikation gehört sie zu den Höchstverdienern im Weissen Haus – und zu den wenigen Mitarbeitern, die Trump noch aus seiner New Yorker Zeit kennt. Auch das verbindet.

Im Zweifel für die Familie

Hicks hat akzeptiert, dass Trump auf seinem Twitter-Account nicht zu bändigen ist und sich nicht um mühsam ausgearbeitete PR-Richtlinien schert. Professionell zu arbeiten und dabei der Linie Trumps treu zu bleiben, ist eine Herausforderung. Auch Hicks musste das erkennen. Sie hat früh verstanden, dass im Hause Trump im Zweifelsfall Loyalität alles andere überragt.

Donald Trump, Hope Hicks.