Gute Nachricht – schlechte Nachricht

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Die gute Nachricht zuerst. Mitten im langen Schweigen des offiziellen Pro-Kampfjet-Komitees meldet sich im “Zürcher Boten” ein Kantonsrat fadengerade für die sechs Milliarden zu Wort, die es am 27. September 2020 durch die Volksabstimmung zu bringen gilt. Im Wortlaut schreibt Daniel Wäffler, Gossau ZH:

Tatbeweis für unsere Sicherheit

“Als verantwortungsbewussten Bürgern dieses Landes obliegt es uns, die Ausgaben für ein neues Kampfflugzeug am 27. September 2020 zu bewilligen und dem Bundesrat und der Armee damit zu ermöglichen, die bevorstehende völlige Sicherheitslücke in unserem Luftraum ab 2030 zu verhindern. Dies ist nur das notwendige Minimum zugunsten unserer Sicherheit und Freiheit.”

Die schlechte Nachricht folgt auf dem Fuss:

Aline Trede übernimmt grüne Fraktion

In der Grünen Partei der Schweiz kandidiert der Dampfplauderer Balthasar Glättli für das Präsidium. In Bern gibt er das Amt des Fraktionschefs ab. Neue Chefin wird die fanatische GSoA-Pazifistin Aline Trede. Sie rutschte 2013 in den Nationalrat nach und wurde 2015 abgewählt. 2018 rutschte sie erneut nach. Jetzt übernimmt sie von Glättli die Fraktion. Zwar muss man die grüne Fraktion – im Gegensatz zu den Grünliberalen, die pro Kampfjet bereits die Ja-Parole beschlossen – mit der GSoA gleichsetzen; aber das jetzt die wohl schlimmste GSoA-Pazifisten an die Spitze einer eidgenössischen Fraktion rückt, das verheisst nichts Gutes.

Und nicht übersehen: Als Fraktionschefin nimmt Trede automatisch Einsitz im Maschinenraum des Nationalrats – im Büro.