General Gordin, Kommandant Territorialfront

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20. Mai 2021, Petach Tikwa. Mitte Aussenminister Ashkeanzi, rechts General Gordin und Heiko Maas.

General Gordin im HQ.

20. Oktober 2020: Ori Gordin mit Corona-Helfern.

  • Am 20. Mai 2021, am Tag 11 des vierten Gazakriegs, erzielte auch Israel einen Propaganda-Erfolg.
  • In Petach Tikwa bei Tel Aviv zeigte Aussenminister Ashkenazi drei europäischen Amtskollegen ein zerstörtes Haus. Eine Hamas-Rakete hatte dort grosse Löcher in die Hauswand gerissen. Ashkenazi führte den Deutschen Heiko Maas und die Kollegen aus Tschechien und der Slowakei in den 2. Stock, wo sie die Verwüstung ansehen konnten.
  • Ashkenazi ist mit Krieg vertraut. Als Generalstabschef brachte er nach dem Unentschieden von 2006 die israelischen Streitkräfte energisch wieder auf Vordermann. Nach Petach Tikwa nahm er Generalmajor Ori Gordin mit, den Befehlshaber des Territorialkommandos.
  • Dieses Kommando ist dem Süd-, dem Zentral- und dem Nordkommando gleichgestellt und wird, wie diese und wie gesagt, von einem Generalmajor geführt (Generalleutnant ist nur der Generalstabschef Aviv Kochavi). Ori Gordin entstammt wie etliche hohe israelische Offiziere der Fallschirmtruppe, mit der alle Kriege der jüngeren Vergangenheit bestand.

Belastungsprobe um Belastungsprobe

Der grossgewachsene Generalmajor hat seit Kommando-Antritt ununterbrochen Bewährungsproben zu bestehen:

  • Im Kampf gegen das Corona-Virus übertrug die Regierung der Armee sofort die zentrale Verantwortung. Gemäss Pflichtenheft trug dann die Territorialverteidigung die Hauptlast. Es gelang Generalmajor Gordin und seinem Kommando, der Seuche Herr zu werden. Als Aussenminister Maas in Tel Aviv aus dem Flugzeug stieg, war er überrascht, dass ihm Ashkenazi die Hand reichte und ihn umarmte – ein Zeichen des Israeli, das Schlimmste sei vorbei.
  • Mit Beginn des intensiven Raketenbeschusses auf israelische Städte und Dörfer trat das Territorialkommando erneut ins Rampenlicht. Zu seinem Auftrag gehört die Bewältigung der Zerstörungen, die rund 400 Raketen – 10% der insgesamt gut 4’000 Geschosse, von denen 90% abgefangen wurden – in Süd- und Zentralisrael anrichteten. So waren es die Luftwaffe, die Südfront mit ihren Panzer- und Artillerierohren und die Territorialverteidigung, die den Krieg zu bewältigen hatten – vorausgesetzt, die Waffenruhe funktioniert.
  • Seit dem 9. Mai 2021 ist Gordin auch mit dem Ausbruch schwerer Strassenschlachten im Kernland konfrontiert. Obwohl es primär Aufgabe der Polizei ist, im Inneren für Recht und Ordnung zu sorgen, wurden politische Erwartungen auch an die Territorialarmee laut.
  • Das Niederhalten der Ausschreitungen im Westjordanland ist dagegen Sache der Zentralfront.