Gegen Medienmogule – das Eigengoal von Ringier

Standard

 

  • Am 27. Januar lancierte Ringier im “Blick” zum Mediengesetz eine Debatte zwischen dem Befürworter Nationalrat Matthias Aebischer und dem Gegner Peter Weigelt – verbunden mit einer Telefonumfrage. Dem Sieger wurde ein Gratisinserat versprochen.
  • Wiegelt holte drei Viertel der Stimmen. Er erzielte 75% – gegen Aebischers 25%. Prompt erschien Weigelts Inserat im “Blick” auf Seite 5 an bester Stelle.
  • Weigelts Drei-Viertel-Mehrheit überrascht. Seit Wochen prasselt in den Inseratespalten der Ringier-, Coninx-, Wanner- und NZZ-Zeitungen eine Sturzflut von Ja-Werbung über das Schweizer Stimmvolk herab. Dennoch schwang Peter Weigelt im Ringier-Flaggschiff obenaus. Gemessen am singulären Aufwand der steinreichen Verlage müsste das Ja mit mindestens 90% führen.
  • Anzumerken gilt: In der NZZ brachte Katharina Fontana eine ganze Seite Nein-Argument auf dem offenliegenden Kommentarbund. Die NZZ-Redaktion stellt sich als einzige im Verbund der Grossverlage gegen den Raubzug auf die Bundeskasse.
  • Wenig Fairness bringen das Staats-Fernsehen und -Radio auf. Im Dienstagsclub ging die Moderatorin Lüthi, die Lebenspartnerin des Chefredaktors, so weit, dass sie dem Gegner Dr. Philipp Gut an die Corona-Scheibe hämmerte, um ihn mundtot zu machen. Der 13. Februar 2022 wird zeigen, ob das Stimmvolk solche Machenschaften goutiert.