Gaudin 1: Lob vom Tagi

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder:

  • Am 29. Juli 2021 bringt der Tagesanzeiger eine ganze Seite 3 mit dem Titel: “Missstände im Geheimdienst”. Ausgewalzt wird die angeblich “katastrophale” Stimmung im Schweizer NDB, im Nachrichtendienst des Bundes – angelastet dem tüchtigen, führungsstarken Divisionär Jean-Philippe Gaudin, den die VBS-Chefin Amherd in die Wüste schickt.
  • Aus einem internen Papier werden Beispiele für den angeblichen “Sexismus” im NBB genannt: “Eine junge Kollegin wurde trotz anderer Rolle zum Protokollieren angewiesen.” “In einem väterlichen oder herablassenden Ton belehrten Männer eine Frau zu einem Thema, das ihr durchaus bekannt sei oder in dem sie sogar als Expertin gelte.”
  • “Frauen werde häufiger ins Wort gefallen.”

All das der Tagi-Redaktion zugespielt, als Begleitmusik zu Gaudins Kaltstellung.

Dann aber die Gegenrede

Am 30. Juli 2021 traut man den eigenen Augen kaum. Thomas Knellwolf verteidigt auf der Meinungsseite Gaudin. Er bezieht sich auf Amherds Auftritt in der SiK Nationalrat, in dem die Bundesrätin dem NDB-Chef “katastrophale Ergebnisse” vorwarf. Knellwolf schreibt:

  • “Amherd verschwieg in der Kommission, dass Gaudin auf die Umfrage intern sofort mit schonungsloser Aufklärung und mit Reformen reagiert hatte.”
  • “Auch den Hauptgrund für die Trennung, der in der zwischenmenschlichen Chemie zu suchen ist, nannte sie nicht: Der forsche, langjährige Berufsmilitär passte nicht zur bedachten Verteidigungsministerin.
  • “Dies offen zu sagen, wäre ehrlicher gewesen. Und auch nur fair gegenüber dem loyalen Waadtländer Haudegen.”