Friendly Fire 1: Abrams M1A2 schiesst eigenen Tank ab

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M1A2 Abrams Tank (Wikipedia)

Panzerschiessen in Fort Bliss, Texas.

 

Aus Fort Bliss, Texas, meldet der amerikanische Dienst SOFREP einen gravierenden Fall von “friendly fire”.

  • Der Zwischenfall ereignete sich am 20. Juli 2020 bei einem Panzerschiessen auf dem ausgedehnten Gelände von Fort Bliss, dem “Mekka” amerikanischer Tank-Verbände.
  • Die Besatzung eines M1A2 schoss offenbar aus Versehen einen M1002-Granate auf einen anderen Abrams-Kampfpanzer. Bei dem M1002-Geschoss handelte es sich um Trainingsmunition, was den Schaden einigermassen begrenzte. Die Distanz zwischen den beiden Tanks betrug 2’600 Meter.
  • Im getroffenen Panzer erlitt ein Soldat erhebliche Verletzungen. Seine Kameraden leisteten erste Hilfe, bevor ihn die Sanität ins Militärspital evakuierte. Von dort wird gemeldet, der Verwundete befinde sich in stabilem Zustand.

1. Panzerdivision leitet Untersuchung ein

  • Die beiden Verbände der 1. Panzerdivision traten zum Training mit unterschiedlicher Munition an. Aus dem fehlbaren Tank wurde, wie gesagt, eine M-1002-Granate verschossen. Die Gegenseite führte die stärkere Cartridge 120 mm HEAT-MP-T M830A1 mit. Dieses Geschoss reicht deutlich weiter als die M-1002 und hätte bei einem Fehler schwereren Schaden angerichtet.
  • Beim Training auf Gegenseitigkeit ging es um die Zertifizierung der beübten Truppen. Die amerikanischen Streitkräfte zertifizieren wie andere NATO-Armeen auch ihre Verbände in regelmässigen Abständen. Die NATO wiederum zertifiziert ganze Hauptquartiere nach strengem Massstab.
  • Wie Lt Col Lindsey Elder, der Sprecher des Heeres, ausführte, hat die 1. Panzerdivision eine militärgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Bis diese abgeschlossen sei, gelte eine Informationssperre.